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Emmerich
Der neue Hospital-Chef stellt sich vor

Emmerich: Der neue Hospital-Chef stellt sich vor
FOTO: Lisa Quick
Emmerich. In gut zwei Wochen übernimmt Dr. Dieter Morlock (52) die Geschäftsleitung der Krankenhaus-Holding "pro homine". Der gebürtige Nordhesse wird während der Woche in der Kreisstadt Wesel wohnen. Von Klaus Nikolei

Der künftige alleinige Geschäftsführer der Krankenhaus-Holding "pro homine" mit ihren Einrichtungen im Raum Rees, Emmerich und Wesel trägt einen berühmten Namen: Morlock. Dr. Dieter Morlock. Mit Fußballer-Legende Max Morlock, der beim 3:2 gegen Ungarn beim WM-Finale 1954 den 1:2-Anschlusstreffer erzielte, hat er nichts zu tun. "Aber ich werde öfter auf diesen Namen angesprochen", sagt der 52-jährige Nordhesse, der am Montag, 17. Oktober, die Geschäfte von Dr. Johannes Hütte übernimmt, den es in seine Heimat nach Paderborn zieht.

Die Heimat von Morlock ist Kassel. In der Stadt, die im Zweiten Weltkrieg - ähnlich wie Wesel - fast vollständig im Bombenhagel untergegangen ist, hat er nicht nur 1984 Abitur gemacht, sondern war dort auch viele Jahre in mehreren Kliniken der Region tätig. Zunächst als Assistenzarzt, dann in der Krankenhausverwaltung. In Kassel lebt der Gesundheitsökonom auch heute noch mit seiner Frau und der 17-jährigen Tochter. Wobei er in Wesel demnächst einen Zweitwohnsitz anmelden und dann nur an den Wochenenden in die drei Autostunden entfernte Heimat fahren wird.

"Ich war als Berater von Kliniken beruflich schon oft in Duisburg oder Oberhausen und bin positiv überrascht von der Stadt am Rhein und von der niederrheinischen Landschaft", sagt Morlock, der sich schon gelegentlich an der neuen Wirkungsstätte aufhält, damit die Übergabe Mitte nächsten Monats problemlos über die Bühne gehen kann. Wegen der schönen Landschaft ist Morlock, der aktuell noch für den Berliner Krankenhaus-Dienstleister Vamed als Manager im Vertrieb tätig ist, natürlich nicht an den Niederrhein gewechselt. Sondern weil ein Headhunter ihn angesprochen und er sich am Ende gegen 30 Mitbewerber durchgesetzt hat. Und weil hier eine interessante und sicher adäquat bezahlte Aufgabe wartet. "Ich möchte als ausgebildeter Mediziner den Spagat schaffen, die Wünsche der Ärzte zu erfüllen bei gleichzeitiger Beachtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen." Wobei die wirtschaftlichen Themen in einem katholisch geführten Hause, anders als in Privatkliniken, nicht oberste Priorität haben dürfen. Was ihm die Arbeit in Wesel erleichtern dürfte, ist die Tatsache, "dass hier zahlreiche Projekte bereits abgeschlossen, nötige Modernisierungen in Angriff genommen wurden oder geplant sind". Wobei er weiß, dass es noch viel zu tun gibt, um sich gegen die Mitbewerber durchzusetzen und Spezialisten an das Haus zu binden.

Ein Headhunter war es auch, der ihm den Weg aus den OP-Sälen in die Verwaltung gewiesen hat. "Es gab damals, Ende der 90er, eine Ärzteschwemme", erinnert sich Morlock, der sich gerne als Facharzt für Allgemeinmedizin bzw. Chirurgie niedergelassen hätte. Doch aus wirtschaftlichen Gründen konnte er sich diesen Traum nicht erfüllen. Also wechselte er in die Verwaltung, machte Karriere im Controlling, übernahm Management-Aufgaben und war als Berater für Unternehmen der Gesundheitsbranche tätig.

Quelle: RP
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