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Isselburg
Der Pegel der Issel bereitet weiter Sorge

Isselburg: Der Pegel der Issel bereitet weiter Sorge
Seit Freitag sind entlang der Issel hunderte Helfer im Einsatz, um das Übertreten des Flüsschens über die Ufer zu vermeiden. FOTO: Maik Elbers (Stadt Isselburg)
Isselburg. Anstieg in Isselburg von 40 Zentimeter auf 1,72 Meter. Reeser Feuerwehr half in Hamminkeln aus. Von Markus Balser

Seit Freitag ist im Rathaus an der Minervastraße der Krisenstab im Einsatz, und seit Freitag heißt es Hoffen und Bangen in Isselburg. Der Pegel der Issel, der normalerweise bei etwa 40 Zentimetern liegt, ist enorm angestiegen, seit Samstag jedoch mit langsameren Tempo. Lag er am Freitagmittag noch bei 1,43 Meter, wurden am Abend 1,62 Meter gemessen. Gestern Nachmittag lag er bei 1,72. "1,80 Meter ist die kritische Grenze", sagte gestern Bauamtsleiter Michael Carbanje der RP, als Bürgermeister Rudi Geukes gerade zu einem Einsatzort geeilt war.

Hunderte Helfer waren das ganze Wochenende im Einsatz, um Deiche zu sichern, Sandsäcke zu befüllen, Pegelstände zu beobachten und die Helfer zu versorgen. Der Krisenstab des Kreises Borken ließ ein Flugzeug über der Issel kreisen, um sich von oben ein Bild von der Lage machen zu können.

FOTO: Maik Elbers

Kritische Punkte waren unter anderem die Straße Dwarsefeld, die Herzog-Adolph-Straße und die Klever Straße in Anholt wo die Einsatzkräfte durch eine hohe Zahl von Schaulustigen bei ihrer Arbeit behindert wurden. Einen Durchstich zum Kiessee in Werth gab es bislang noch nicht. Der soll erst erfolgen, wenn sich die Lage weiter zuspitzt. Dafür wurde aber kräftig gepumpt. Etwa im Bereich der Isselburger Hütte, um das Werk vorm Hochwaser zu schützen.

Anders als beim letzten Hochwasser bleiben Schulen und Kindergärten weiter geöffnet.

FOTO: Maik Elbers

Im Einsatz war auch die Feuerwehr Rees. Sie wurde am späten Freitagabend zur überörtlichen Hilfe vom Kreis Wesel angefordert. Acht Fahrzeuge der Löschzüge Millingen, Haldern, Haffen-Mehr und Bienen rückten aus, um in Hamminkeln zu helfen. Unter anderem mussten Sandsäcke befüllt und verlegt werden, um Dämme zu stabilisieren. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte von Landwirten, die die Kräfte mithilfe von Traktoren über überflutete Wiesen zu unterschiedlichen Stellen transportierten. Die Feuerwehr Rees war die ganze Nacht vor Ort und rückte erst gegen 5.30 Uhr wieder ab gen Rees. Grundschutz für die Stadt Rees war zu jeder Zeit gegeben, da nicht alle Fahrzeuge und Einsatzkräfte aller Löschzüge nach Hamminkeln ausrückten. So wäre die Feuerwehr Rees auch bei einem weiteren Einsatz zügig zur Stelle gewesen.

Quelle: RP
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