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Rp-Serie mein Boule-Club
Der TuS 08 Hüthum spielt "Pétanque"

Rp-Serie mein Boule-Club: Der TuS 08 Hüthum spielt "Pétanque"
Die insgesamt 20 Mitglieder, die zwischen 30 und 70 Jahre alt sind, trainieren dreimal in der Woche. FOTO: van Offern
Emmerich. Vor fast zehn Jahren entstand die Idee, eine Boule-Abteilung zu gründen. Seit 2012 gibt es eine Anlage mit drei Bahnen. Von Monika Hartjes

eMMERICH Am 3. Dezember 2005 entstand die Idee, beim TuS 08 Hüthum eine Boule-Abteilung anzusiedeln. "Das Datum ist deshalb noch so genau bekannt, weil es auf der Papiermanschette eines Bierglases dokumentiert wurde", erzählt Ludger Friedrich, der damals dabei war. Mehrere Übungsleiter des TuS 08 waren zu einem geselligen Abend in der römischen Herberge im Römerpark Xanten zusammengekommen und hatten überlegt, um welche Angebote sie den Verein erweitern könnten.

"Durch mehrere Frankreichurlaube kannte ich die Sportart recht gut", so Friedrich, der dann auch Abteilungsleiter wurde. Zu den "Männern der ersten Stunde" gehören auch Wilhelm Thielen und Bernhard Flür.

Boule ist der Sammelbegriff für den Kugelsport, die Sportler des TuS 08 spielen "Pétanque". Pétanque ist abgeleitet aus den französischen Begriffen "pied tanquè" und "ped tanco" und bedeutet, "auf dem Boden fixierter Fuß". Die Spielregeln schreiben deshalb auch vor, dass die Spieler ihre Füße vom Platz im Kreis erst dann abheben dürfen, wenn die gespielte Kugel den Boden berührt hat.

Ziel des Spieles ist, die Kugel aus einem auf den Boden gezeichneten Kreis möglichst nahe an eine Zielkugel zu werfen, die aus Holz oder Kunststoff besteht, einen Durchmesser von 25 bis 33 Millimeter hat, und "Schweinchen" oder französisch "cochonnet" genannt wird. Gespielt wird auf einem vier mal 15 Meter großen Spielfeld. Trainiert wurde zunächst auf der vereinseigenen Platzanlage an der Hansastraße auf einer ebenen Fläche unter Bäumen.

Ende 2011 begannen die Aktiven, eine eigene Boule-Anlage zu bauen. Mit viel Eigenleistung entstanden drei Boulebahnen, die abends auch beleuchtet werden können. "Die Anlage ist wettkampftauglich", erklärt Ludger Friedrich.

Dreimal in der Woche trainieren die insgesamt 20 Mitglieder, die zwischen 30 und 70 Jahre alt sind. Auch eine Frau ist dabei. "Der Sport ist für Männer und Frauen jeder Altersklasse geeignet", sagt Thielen. Ihn fasziniere die Vielseitigkeit von Pétanque. "Kein Spiel ist wie das andere. Pétanque besteht zu 50 Prozent aus Taktik, 40 Prozent aus Können und zu zehn Prozent aus Glück." Das sei ein Präzisionssport, man brauche neben der Taktik ein gutes Augenmaß und eine ruhige Hand.

"Immer wieder gibt es neue Situationen, auf die man sich einstellen muss, das macht die Sportart spannend", sagt auch Friedrich. "Eine Delle im Boden, ein kleines Gefälle oder eine Unebenheit können spielentscheidend sein."

Und natürlich kommt auch die Geselligkeit in der Boule-Abteilung nicht zu kurz. Die Mannschaften bestehen entweder aus "drei gegen drei Spieler", "Triplette" genannt, mit jeweils zwei Kugeln pro Spieler, oder bei der "Doublette", "zwei gegen zwei" mit jeweils drei Kugeln pro Spieler. Die Aufgabe des "Legers" ist es, die Kugel möglichst nah ans Schweinchen zu bringen, der "Schießer" soll die Kugeln des Gegners wegschießen.

"Wer sich für das Boulespiel interessiert, darf gerne mal zum Training kommen und mitmachen", lädt Friedrich ein. Trainiert wird am Sonntag von 11 bis 13 Uhr, am Dienstag und Donnerstag von 18 bis 20 Uhr. Boulekugeln werden zur Verfügung gestellt.

Quelle: RP
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