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Emmerich
Deutlich mehr E-Bike-Unfälle mit Senioren

Emmerich. Die Halbjahresbilanz der Polizei im Kreis Kleve lässt aufhorchen: 29 Unfälle mit Pedelecs, also den Rädern, bei denen der Fahrer durch einen Elektromotor unterstützt wird, zählen die Beamten für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres. Davon endete einer tödlich, acht E-Bike-Fahrer verletzten sich schwer, 20 leicht. Damit ist der Kreis Kleve in der Mitte des Jahres bei einem Niveau angekommen, das mit der kompletten Jahresbilanz 2016 vergleichbar ist. Im vergangenen Jahr hatte es 38 Unfälle in zwölf Monaten gegeben, drei davon endeten tödlich. Von Ludwig Krause

Die Polizei im Kreis Kleve ruft alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht auf. Zum einen, erläutert sie, werde die Geschwindigkeit von Senioren auf E-Bikes häufig unterschätzt. Zum anderen sind auf den Rädern immer mehr Menschen unterwegs, die früher in diesem fortgeschrittenen Alter nicht mehr so mobil gewesen wären. Ihre Reaktionszeiten lassen nach, auch können sie sich bei Unfällen oder plötzlichen Bremsmanövern nicht mehr so gut abfangen oder abrollen wie junge Radfahrer.

Allein vier Unfälle meldete die Polizei am vergangenen Wochenende - bei einem verstarb ein 92-Jähriger aus Kalkar in Xanten. Am Samstag stieß der Mann mit einem Lkw zusammen. Er wurde noch in eine Duisburger Klinik geflogen, dort kam aber jede Hilfe zu spät. Am Sonntag gegen 11.25 Uhr verletzte sich eine 73-jährige Pedelec-Fahrerin aus Millingen bei einem Unfall in Bimmen schwer. Sie befuhr die Heerstraße und wollte die Klever Straße in Richtung Geeracker überqueren. Dabei beachtete sie offenbar nicht die Vorfahrt einer Autofahrerin, die die Klever Straße in Richtung Landesgrenze befuhr. Bei dem Zusammenstoß zog sich die 73-Jährige Kopfverletzungen zu.

Die Polizei bietet kostenlose Fahr- und Sicherheitstrainings für ältere E-Bike- und Pedelec-Nutzer an. Das nächste Training in Emmerich ist am Mittwoch, 6. September, 10 bis 12 Uhr, am Feuerwehrgerätehaus, Pastor-Breuer-Straße. Durch Sensibilisierung für verkehrsgerechtes Fahrverhalten und praktische Übungen sollen das Gefahrenbewusstsein erhöht und die soziale Kompetenz im Straßenverkehr verbessert werden. Anmeldung: Tel. 02821 504-1548 (Anrufbeantworter)

Quelle: RP
 
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