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Emmerich
Diakonie: Anlaufstelle für Soziales und Pflege

Emmerich. Im "Atrium" in Xanten sind Sozialberatung, Flüchtlingshilfe und die Ambulante Pflege zu finden. Von Dirk Möwius

Noch wird fleißig an der Fertigstellung des Wohnkomplexes "Atrium" gearbeitet. Zwischen Handwerkern und Möbellieferanten fanden gestern aber auch viele Gäste erstmals den Weg in das große weiße Gebäude, das auf dem Gelände des früheren Hotels "Gästehaus" an der Poststraße entstanden ist. Die Diakonie im Kirchenkreis Kleve hatte zur Eröffnung ihres neuen Beratungsbüros eingeladen.

Mit klaren Worten brachte Pfarrer Hartmut Pleines den Kern des Angebots auf den Punkt: "Hier kriegste geholfen!" Der Geistliche aus Geldern ist Vorsitzender des Vorstandes der Diakonie und übernahm gestern die Aufgabe, einen Segenswunsch zu sprechen. Bürgermeister Thomas Görtz versprach, öfter vorbeizuschauen, damit man gemeinsam versuchen könne, den Menschen zu helfen. Die Diakonie sei der Stadt ein verlässlicher, solider und professioneller Partner. Er freute sich aber besonders, dass gestern auch viele ähnliche Organisationen wie der Caritasverband vertreten waren, da man am Ende immer für das gleiche Ziel arbeite.

Was gestern die Bühne für die Eröffnung war, ist ab Montag wieder das Büro von Sigrid Messerschmidt-Sprenger. Seit 1991 berät sie Menschen in Notlagen in Xanten. In vertraulichen Gesprächen zeigt sie Wege auf, die Menschen bei ihren oft mehrschichtig gelagerten Problemen unterstützen. Sie haben Fragen zu den Themen Alter, Pflege und Krankheit, zu Konfliktsituationen mit der Familie oder dem Partner, sie kommen mit finanziellen Problemen und Fragen zu angemessenem und bezahlbarem Wohnraum. Hilfestellungen gibt die Sozialberatung auch bei Rechtsfragen im Bereich der Sozialgesetzbücher und bei der Beantragung von Mutter-Kind-Kuren. Bei psychischen Problemen oder Suchtfragen kann die Sozialberatung an andere Diakonie-Fachdienste verweisen. Das Angebot ist gefragt: Im Jahr 2015 suchten 124 Menschen Hilfe.

Die Sozialberatung hat schon einige Umzüge hinter sich. Das erste Büro war in der alten Bemmelschule. Dort wurden weitere Zimmer für wohnungslose Haftentlassene aus Pont genutzt, später dann für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen. In dieser Zeit gründete sich übrigens schon der heute wieder so gefragte ökumenische Arbeitskreis Asyl. Ende der 90er Jahre ging es dann für ein Jahr in die Räume der Evangelischen Kirchengemeinde. 1998 mietete die Diakonie dann ein Ladenlokal an der Scharnstraße.

Am neuen Standort im Atrium hat die Diakonie zudem eine Außenstelle der Ambulanten Pflege einrichtet. Nun stehen die Pflegedienste der Diakonie wieder allen Menschen in Xanten und Umgebung zur Verfügung. Nach vier Jahren Unterbrechung wird die Ambulante Pflege seit Anfang April wieder mit gutem Zuspruch in Xanten angeboten.

Darüber hinaus nutzen die mittlerweile drei Mitarbeiterinnen aus dem Fachbereich Migration und Flucht das zentral gelegene Büro auch für ihre Arbeit. Heike Pullich-Stöffken, Bettina Hils und Stefanie Hingmann haben ihr Hauptbüro in der Sonsbecker Straße 29.

Quelle: RP
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