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Emmerich
Diakonie im Kirchenkreis feiert 25-jähriges Bestehen in Geldern

Emmerich. Kleve Die Geschichte, die lasse sich ein bisschen an den Autos ablesen, sagt Pfarrer Joachim Wolff und blättert in der aktuellen Ausgabe des Magazins der Diakonie im Kirchenkreis Kleve. Vom R4 bis heute zum Fiesta reichen die Einsatzfahrzeuge. 25 Jahre gibt es die Diakonie im Kirchenkreis Kleve in der heutigen Vereinsform und das ist ein Grund zum Feiern. Das Jubiläum wird am Mittwoch, 31. August, ab 17 Uhr, mit einem Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche begangen. Weiter geht es dann mit den Feierlichkeiten im Gemeindehaus. Von Bianca Mokwa

An diesem Tag bekommt Angelika Mölleken das Kronenkreuz verliehen. Das ist eine Auszeichnung für ihre langjährige Arbeit. Sie steht ebenfalls für ein Vierteljahrhundert Diakonie. Ihr Aufgabenfeld ist die Suchtberatung. Sie ist Sozialtherapeutin, hat sich weiterqualifiziert und arbeitet seit vielen Jahren in der ambulanten Entwöhnungstherapie. Denn nicht jeder Suchtbetroffene muss in eine Klinik. Ambulant versorgt werden vor allem Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Die Gründe, warum Drogen genommen werden, die hätten sich in den 25 Jahren nicht verändert, auch nicht die Menschen. Aber die Hilfe, die sei spezialisierter geworden und setzt vor allem viel früher an. "Das beginnt schon im Kindergarten. Da geht es im Wesentlichen um Persönlichkeitsstärkung, das Nein-Sagen lernen und auch dazu stehen. Oder auch um so schlichte Dinge, wie Entscheidungen treffen und sie zu vertreten", erklärt Wolff. Die Art der Drogen und deren Konsumenten haben sich verändert. "Die reinen Heroinabhängigen sind rückläufig", stellt Angelika Mölleken fest. Dafür sei der Konsum von aufputschenden Mitteln und Cannabis-Produkten mehr geworden. "Alkohol ist stetig ein Problem." Wolff erklärt, dass verstärkt ein Suchtverhalten im Alter auftrete, die Suchtmittel sind Alkohol und Medikamente, vornehmlich Schlafmedikamente.

Aber die Diakonie im Kirchenkreis Kleve steht für viel mehr als Suchtberatung. Neben den sozialen Diensten gehört die ambulante Pflege und die Flüchtlingshilfe zu den Kernaufgaben. An der Zukunft wird schon fleißig gearbeitet. Ende 2017 zieht die Diakonie Geldern ins ehemalige Berufskolleg und bietet Tagespflege an. Die Diakonie beschäftigt an seinen vier Standorten (Geldern, Goch, Kleve, Xanten) 103 Mitarbeiter. Zusätzlich engagieren sich etwa 650 Ehrenamtliche. Zum Jubiläum wird am Mittwoch, 31. August, ein Projektchor aus Mitarbeitern unter der Leitung von Kreiskantorin Susanne Paulsen singen.

Quelle: RP
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