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Rees
Die geselligste Frühstückstafel der Welt

Rees: Die geselligste Frühstückstafel der Welt
250 Menschen trafen sich in Haldern zum Frühstück. Der Gewinn fließt in die Summe ein, die für den Kauf des Jugendheims notwendig wird. FOTO: Scholten
Rees. Die längste Theke der Welt mag in Düsseldorf stehen, aber die Halderner kontern mit der vielleicht geselligsten Frühstückstafel der Welt. Fast 250 Lindendörfler trafen sich auf dem Parkplatz vor der Apotheke, um gemeinsam zu schmausen und in den Kirmessonntag zu starten. Bei Kerstin Tebbe-Tenhagen, die vor einem Jahr die Idee der Freiluft-Frühstückstafel aus Hamminkeln nach Haldern importierte, waren diesmal 32 Tischreservierungen eingegangen. Eine mehr als bei der Premiere im Jahr 2016.

Jede Biertischgarnitur für jeweils acht Personen kostete zehn Euro, die komplett an den Verein "heimlich erfolgreich" gehen. Brötchen, Butter, Aufschnitt, Marmelade, Kaffee oder Saft brachten die Gäste selbst mit - und tauschten alle Zutaten großzügig von Tisch zu Tisch aus.

Unter den Gästen waren viele Mitglieder des Vereins "heimlich erfolgreich", der sich für den Erhalt des katholischen Jugendheims an der Bahnhofstraße einsetzt und der allein durch die Tischvermietung weitere 320 Euro an Spenden erhielt. "Wir sind sehr dankbar, dass Kerstin Tebbe-Tenhagen mit dieser Idee auf uns zugekommen ist", sagt Christina Kosel von "heimlich erfolgreich". Die Frühstückstafel sei eine gute Gelegenheit, den Kirmessonntag zu beleben und zugleich Werbung für die Ziele des Vereins zu machen. Christina Kosel verkaufte auch "heimlich erfolgreich"-T-Shirts für 20 Euro und warb um neue Mitglieder, die den Verein jährlich mit 48 Euro unterstützen. Kinder zahlen 12, Jugendliche 24 Euro. Aktuell hat der Verein 256 Mitglieder.

"heimlich erfolgreich" engagiert sich für den Erhalt, die Renovierung und den zeitlich unbefristeten Fortbestand des Jugendheims. Ergänzend soll das Haus für Ausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen und Konzerte genutzt werden. "Wir sind super optimistisch, dass wir unser Ziel schon deutlich vor 2023 erreichen können", sagt Christina Kosel. Das Bistum Münster und die Pfarrgemeinde St. Georg als derzeitiger Eigentümer der Immobilie garantieren den Erhalt des Jugendheims nur noch bis 2023.

(ms)
 
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