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Emmerich
"Die Pinte": Es geht weiter mit der Kultkneipe

Emmerich. Anne Vorwerk (29) aus Emmerich ist die neue Pächterin. Stammgäste packen kräftig mit an.

Für Anne Vorwerk ist das Handy zurzeit ein wichtiger Begleiter. Es klingelt. Ständig. Immerzu möchte jemand etwas von ihr wissen. Denn die am Freitag 29 Jahre Altgewordene ist das neue Gesicht der Pinte. Auch wenn sie es selbst nicht so gerne hört. "Ich bin jetzt zwar offiziell die Inhaberin, aber hinter mir steht ein ganzes Team. Wir entscheiden das alles gemeinsam", sagt Vorwerk

Mit Mike ist der im September verstorbene Wirt Mike Theissen gemeint. "Er war für viele mehr als ein Wirt", meint Anne Vorwerk. "Das wird hier jetzt nicht meine Pinte, sondern es bleibt Mikes Pinte. Sein Geist bleibt hier in den Räumen."

Das heißt allerdings nicht, dass es nicht auch Veränderungen gibt. Dringend nötige Reparaturen und Sanierungsmaßnahmen laufen zurzeit. Da kommen auch die Stammgäste ins Spiel. Denn sie packen tatkräftig mit an. Im Bierkeller. In den nicht öffentlich zugänglichen Zimmern. Nicht zuletzt im Schankraum. Elektriker Sebastian Raatz etwa zieht auf der Baustelle im Hintergrund die Fäden und auch die Strippen. Ganz wörtlich genommen. Denn in der Kneipe ist bereits eine neue Verkabelung installiert worden. Zukünftig wird LED-Technik für die richtige Beleuchtung sorgen. Auch der Verpächter hat für die Umbauten nicht nur grünes Licht gegeben, sondern beteiligt sich auch finanziell.

Auch neu: Mit Axel Wismans wurde ein Bierverleger vor Ort gewonnen. Zukünftig wird Bitburger aus dem Zapfhahn fließen. Apropos Getränke. Fast legendär war die Weigerung Mike Theissens, Light-Getränke auszuschenken. Da will Anne Vorwerk nicht päpstlicher als der Papst sein. "Viele Gäste, die zuckerkrank sind, trinken nunmal Cola-Light", sagt die Wirtin, die übrigens ihren Vollzeitjob gekündigt hat, um das Erbe von Mike Theissen anzutreten. Die 29-Jährige ist sich bewusst, dass sie große Fußstapfen ausfüllen muss. Daher freut sie sich, dass auch die Familie von Mike Theissen - die Geschwister Lisa und Steff sowie Lisas Mann Henk und ihre Kinder - hinter ihr stehen und tatkräftig helfen. Gerade die vielfältige Unterstützung hat die neue Pächterin in ihrem Vorhaben bestärkt, die Pinte weiterzuführen. Keine Frage, die Gastronomie an der Seufzerallee soll auch rentabel laufen. Dafür wird auch an der Marketingschraube gedreht. Hier hat vor allem Goran Keleman seine Kontakte spielen lassen. Aber auch Mark Kneipp von den Niederrhein-Medien wird das Lokal noch ins rechte Licht rücken. Darüber hinaus sind Bernd Verhey und Michael Vorwerk, der Bruder der neuen Inhaberin, mit der Betreuung der Website (mikes-pinte.de) beschäftigt. Nicht zuletzt anwaltliche Beratung gab es von Jan Ludwig und Ralf Rempe. Auch Vorwerks Vater Günter ist im organisatorischen Bereich eine große Hilfe, damit seine Tochter als Pinten-Wirtin starten kann.

(tt)
 
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