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Emmerich
Die Rheinbrücke hinter Plexiglas nach alten Meistern

Emmerich. Die Moyländer Ausstellung "Der Himmel so weit" hallt nach. Eine niederländische Künstlergruppe war fasziniert von den Landschaftsbildern, die in Museum Schloss Moyland gezeigt wurden und dann mit einer speziellen App auf Touren mit der heutigen Ansicht der Landschaft verglichen werden konnten.

In Anlehnung an die erfolgreiche Ausstellung nannten sie die Schau im kleinen Rinderner Museum Arenacum "Der Himmel der Zeit".

Dabei zogen die fünf Künstler aus Nimwegen aus, ihre Motive zu finden und jeder auf seine Art in seiner speziellen Technik ins Hier und Jetzt zu holen. Und so wurden aus den Vorbildern von Koekkoek, de Beijer, van Call sowie van de Wart und Kleijn Motive für die Gruppe. "Ihre Meisterwerke inspirieren uns, die wiedergegebenen Orte aufzusuchen und sie darzustellen, wie sie heute sind", erklärt Joke Ruijs die Bilder der Gruppe, die jetzt im Rinderner Museum Arenacum ausgestellt sind.

In ihren Bildern sind es vor allem die Fahrzeuge, die die Straßenansichten zuparken, die ihre Motive von denen der berühmten Vorbildern unterscheidet. Ronald Jansen hingegen abstrahiert die Landschaften, die er aus dem Blickwinkel der Historie betrachtet, in Farbflächen, Trudy Waltjen zeichnet und malt mit Kohle, Kreide und Bleistift. Henriette Kennis arbeitet ihre Bilder auch noch am Computer aus, versucht sich in vielen Techniken. Spannend die Bilder von Irma Jansen, die die scheinbar statischen Landschafts- und Gebäudebilder in Bewegung aufzulösen scheint. Ihr Werk der Emmericher Rheinbrücke mutet an wie eine rasante Fahrt über das verblichen-rote Bauwerk. Jansen verwendet für ihre Werke eine alte Technik: Die Hinterglasmalerei - nur dass sie auf einem modernen Material malt: Plexiglas. Auch hier muss sie die Bilder spiegelverkehrt aufmalen, damit sie beim Blick von vorn auch richtig herum zu sehen sind.

Museum Forum Arenacum, Im Dorfzentrum, sonntags 14 - 17 Uhr .

(mgr)
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