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Rees
Die Stadt Rees ist stolz auf ihr neues Bad

Rees: Die Stadt Rees ist stolz auf ihr neues Bad
Pastoralreferent Ludger Dahmen und der Beigeordnete Andreas Mai kommen beim Lauf übers Wasser nicht ganz so weit. FOTO: markus van offern
Rees. Während in den vergangenen acht Jahren 83 Bäder in Nordrhein-Westfalen aus Kostengründen geschlossen wurden, eröffnete Rees gestern sein neues Stadtbad. Kosten: 3,2 Millionen Euro. Von Michael Scholten

Das Gehen über Wasser sollten Stadtkämmerer Andreas Mai und Pastoralreferent Ludger Dahmen vielleicht doch lieber Jesus Christus überlassen. Dank des hochgefahrenen Hubbodens im neuen Reeser Stadtbad ging die Übung zwar für kurze Zeit gut, doch sobald sie den Nichtschwimmer-Bereich verließen, stürzten Mai und Dahmen - durchaus freiwillig - in voller Montur in das 28 Grad warme Nass.

Bei der Einweihung des 3,2 Millionen Neubauprojekts herrschte merkbar gute Stimmung. Immerhin kann Rees ein neues Stadtbad eröffnen, während in den vergangenen acht Jahren im übrigen Nordrhein-Westfalen 83 Bäder aus Kostengründen geschlossen wurden und 114 weiteren Bädern das baldige Aus droht. Bürgermeister Christoph Gerwers übergab einen symbolischen Schlüssel für das "neue, helle, schöne und moderne Stadtbad" an Schwimmmeister Werner Helmes und beschenkte dessen Team mit gelben Gummi-Enten namens Bernie Bademeister und Franziska Freistil.

Gerwers dankte dem niederländischen Gewerbeplaner Slangen + Koenis International B.V. und den ausführenden Baufirmen. "Der Zeitplan und der Kostenrahmen wurden eingehalten", lobte der Bürgermeister. Sein Dank galt auch den Stadtwerken, den politischen Gremien und allen anderen "fleißigen Helfern". Architekt Jakko Koenis dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Rees und war sich sicher, dass viele andere Gemeinden neidisch auf dieses Stadtbad blicken werden. Diakon Martin Beckers weihte den Neubau ein, Pastoralreferent Ludger Dahmen berücksichtigte in den Fürbitten die zukünftigen Badegäste und Vereine, aber auch das Personal.

"Schwimmen lernen, Leben retten", zitierte Bürgermeister Christoph Gerwers einen Slogan der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Zwar sei es weiterhin Sache der Eltern, Großeltern, Schulen und Vereine, den Kindern das Schwimmen beizubringen, doch die Stadt Rees böte dafür nun einen besonders guten Ort. Dem Reeser Schwimmclub, der beim feuchtfröhlichen Festakt Kostproben seines Könnens bot, wünschte Gerwers viele spannende Turniere und Pokale. Anders als das 56 Prozent kleinere Becken im alten Hallenbad ist das neue Becken mit einer Größe von 25 mal 12,5 Meter wettbewerbsfähig.

Quelle: RP
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