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Rees
Dreifachturnhalle - fast wie neu

Rees: Dreifachturnhalle - fast wie neu
Die Schuleiter Thomas Wenning, Jürgen Welz und Klaus Hegel stellten gestern mit Bürgermeister Christoph Gerwers (2.v.r.) ihre Qualitäten als Basketballer in der neuen Dreifachturnhalle unter Beweis. FOTO: Markus van Offern
Rees. 2,9 Millionen Euro flossen in die Sanierung der 40 Jahre alten Dreifachturnhalle am Westring. Auch das 2000 Quadratmeter große und stellenweise undichte Flachdach wurde saniert. Ein Hingucker: der neue Boden. Von Michael Scholten

Das war keine gewöhnliche Sportstunde für die Klassen 5a, 6b und 8a des Gymnasiums Aspel. Denn für ein paar Minuten teilten sie sich den grünen Hallenboden mit vier Ausnahme-Basketballern: mit Bürgermeister Christoph Gerwers und den Leitern der drei benachbarten Schulen, Klaus Hegel, Thomas Wenning und Jürgen Welz. Bevor das Quartett die von der Stadt gespendeten Bälle im Korb versenken konnte, waren 2,9 Millionen Euro in die Sanierung der 40 Jahre alten Dreifachturnhalle am Westring geflossen. Eine Million steuerte das Land Nordrhein-Westfalen aus dem Programm "Gute Schule 2020" bei, 1,2 Millionen kamen aus Mitteln eines Bundesprogramms, die Differenz von 700.000 Euro beglich die Stadt Rees.

Seit Anfang des Jahres hatten 17 Firmen die Ideen der Planungsbüros Ader und Kleemann aus Kalkar (Hochbau) und Fuhrmann und Keuthen aus Kleve (Technik) umgesetzt. "Sowohl der Zeitrahmen als auch der Kostenrahmen wurden eingehalten", betonte Bürgermeister Gerwers bei der Einweihung. Er nannte die Dreifachturnhalle, die seit Montag vor allem vom Gymnasium und von der Rheinschule genutzt wird, als "schick, sehr hell und freundlich". Koordinator Manfred Terwege vom Reeser Bauamt machte deutlich, dass die Halle quasi in einen Rohbau zurückversetzt werden musste, um sie dann in acht Monaten so auszustatten, dass sie modernsten Ansprüchen genügt. Auch das 2000 Quadratmeter große und stellenweise undichte Flachdach wurde saniert, die neue Decke erhielt integrierte Deckenstrahlplatten als Heizung, ein neues Lüftungssystem wurde installiert, und nicht zuletzt die 220 LED-Strahler machen die sportlichen Aktivitäten in der Dreifachturnhalle zu einer angenehmen Erfahrung.

Der neuverlegte Hallenboden sticht besonders ins Auge. "Als wir die ersten Entwürfe sahen, hat uns das Grün erschlagen", gesteht Klaus Hegel, Schulleiter des Gymnasiums. "Doch der Farbton fällt freundlich und dezent aus." Die vielen eingezeichneten Linien mögen auf den ersten Blick verwirren, doch Klaus Hegel hat sich schnell einen Überblick verschafft: "Wir haben jetzt zum Beispiel vier klar abgegrenzte Badmintonfelder pro Halle und müssen uns nicht mehr mit dem alten Pi mal Daumen zufriedengeben." Sportlehrer Johannes Beenen, der mit der Klasse 5a zu den ersten Nutzern der neuen Halle gehörte, lobte neben der Optik auch die verbesserte Akustik. Als "kleines, aber feines Extra" gönnte sich die Stadt Rees ein Glasgeländer im Tribünenbereich. Wo die Zuschauer früher auf Beton und grüne Gitter blickten, haben sie jetzt eine glasklare Sicht auf die Spielverläufe auf dem Hallenboden. Dass die Geländer vom Emmericher Unternehmen Q-railing stammen, das schon das legendäre Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro ausstattete, freute den Fußballfan und Bürgermeister Christoph Gerwers besonders.

Die Zuschauertribüne, die Umkleidekabinen und das Spielfeld sind ab sofort auch für Rollstuhlfahrer erreichbar. Ein Aufzug, der im Bedarfsfall freigeschaltet wird, sorgt für einen barrierefreien Zugang. "Keine Einrichtung in Rees wird von so vielen Schülern und Sportvereinen genutzt wie die Dreifachturnhalle", betonte Christoph Gerwers. Schon deshalb sei die sanierte Halle "ein echter Gewinn für die Stadt".

Im Winter wird der SV Rees seine Fußballmeisterschaft am Westring austragen, die Kolpingfamilie hat sich für Benefizspiele angemeldet und auch der TTV Rees-Groin will sich mit dem neuen sportlichen Aushängeschild für die Ausrichtung überregionaler Meisterschaften bewerben.

Während der Bauphase waren die Schulen und Vereine acht Monate lang auf andere Sporthallen im Stadtgebiet ausgewichen oder trainierten im Sommer draußen. "Es gab nur kleine Einschränkungen", zog der Bürgermeister gestern Bilanz. "Im Gegenzug steht den Schulklassen und Sportvereinen ab jetzt eine traumhaft schöne und funktionale Dreifachturnhalle zur Verfügung."

Quelle: RP
 
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