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Rees
DRK Rees: Engagement gegen den Trend

Rees. In anderen Orten geht die Bereitschaft Blut zu spenden zurück. Nicht so in Rees. Hier sind die Zahlen sogar besser als im Vorjahr. Doris Scholten wurde in ihrem Amt als Vorsitzende ebenso bestätigt wie der restliche Vorstand des Ortsvereins. Von Michael Scholten

Johannes Rohloff hat bislang 125 mal Blut gespendet. "Eine beeindruckende Leistung", befand Bürgermeister Christoph Gerwers und verlieh Rohloff im Rahmen einer Feierstunde des DRK-Ortsvereins Rees in den Rheinterrassen Tillmann/Collins die goldene Blutspenderehrennadel mit goldenem Eichenkranz, sechs Brillanten und einem Granat. Birgit Köpp und Arndt Scholten wurden für 100 Blutspenden geehrt. "Sie alle leisten Besonderes, doch für Sie ist es sicherlich selbstverständlich, anderen Menschen zu helfen", lobte der Bürgermeister. Aus eigener Blutspender-Erfahrung ergänzte er: "Die Stimmung bei den Terminen ist jedes Mal gut, und man fühlt sich danach auch gut, weil man etwas Gutes getan hat."

Herbert Hebing, Christel Obbing, Claudia Sesing und Ingo Vennemann nahmen bislang 75 Blutspendetermine wahr, Kordula van Bebber, Sybille Jakob, Jürgen Wilhelm Jansen und Jochen Kerkhoff blicken auf 50 Termine zurück. Für 25 Blutspenden wurden Jana Angenendt, Andreas Besgen, Margarete Dieker, Josie Dresen-Lörcks, Katja Franz, Florian Köster, Petra Kremer, Jürgen August Lehmkuhl, Barbara Möllenbeck, Norbert Opgen-Rhein, Sebastian Peters, Kirsten Rüter, Udo Theodor Schmitz, Johannes Sent, Kurt Heinrich Stenzel und Sabine Verhoeven ausgezeichnet.

In der vorangegangenen Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Rees zog die Vorsitzende Doris Scholten eine positive Bilanz: Im Jahr 2015 konnten 1689 Blutspenden verzeichnet werden, 98 mehr als im Vorjahr. "Das ist erfreulich und gegen den Trend, weil die Zahlen in anderen Orten sinken." Der amtierende Vorstand wurde für weitere drei Jahre wiedergewählt. Neben der Vorsitzenden Doris Scholten sind dies der zweite Vorsitzende Egon Wickermann, seine Stellvertreterin Susanne Ressing, Schatzmeisterin Gertrud Albring sowie die Kassenprüferinnen Ida Pustai und Marlies Venhofen.

Der katholische Pater Rajakumar stellte den Jubilaren und Ehrengästen am Mittwochabend den aktuellen Stand seiner Projekte in Südindien vor, die auch vom DRK-Ortsverein Rees unterstützt werden. Seine Stiftung "Leben" hilft derzeit zwölf Familien und fördert 15 Jugendliche durch eine Berufsausbildung.

Auch sein Traum einer Tischler-Ausbildungswerkstatt nimmt jetzt langsam Gestalt an. Ein Grundstück nahe Bengaluru konnte mit Spendengeldern gekauft werden, Anfang 2017 sollen die Bauarbeiten dort beginnen. Langfristig möchte Pater Rajakumar in Südindien jedes Jahr sechs bis zehn Jugendliche zum Tischler ausbilden lassen, damit sie sich einen Kundenstamm in einer benachbarten Großstadt aufbauen können.

Quelle: RP
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