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Emmerich
Ehefrau Nase gebrochen: Bewährungsstrafe

Emmerich. Mit 25 Eintragungen ist das Strafregister eines 43-jährigen Emmerichers ungewöhnlich stark belastet. Der größte Teil der Straftaten geschah in Bayern, wo er früher wohnte. Wegen seiner Gewalttätigkeit musste er bereits einige Monate in der Haft verbringen und nachdem diese Strafe verbüßt war, kam es bald zu einem Verkehrsdelikt.

Doch schon während der daraus resultierenden Bewährungszeit beging der Mann erneut eine Straftat, die jetzt beim Amtsgericht geahndet wurde. Diesmal ging es um Körperverletzung gegenüber der Ehefrau. Sie geschah im November in der gemeinsamen Wohnung.

"Wir hatten beide Alkohol getrunken und ich hatte einen Black-out", gab der Mann unumwunden zu. Es habe schon lange immer wieder Streit gegeben, vor allem, weil die Frau oft nachts nicht nach Hause kam. "An diesem Abend war sie wieder bei einem Bekannten und ich forderte sie telefonisch auf, nach Hause zu kommen", sagte er. Als die 40-Jährige dann eintraf, zog er sie schon an der Türe in die Wohnung und verprügelte sie. Ergebnis: Nasenbeinbruch und Rippenprellungen. "Ich bin oft aus Angst nicht nach Hause gekommen", sagte die als Zeugin geladene Frau. Auf die Frage der Richterin, ob sie ebenfalls ein Alkoholproblem habe, antwortete sie: "Ich trinke mir gerne einen, kann aber auch genau so gut aufhören."

Das Paar lebt wieder zusammen, nachdem sich der Mann entschuldigte und reumütig Besserung versprach. Sein Bewährungshelfer sah gute Besserungschancen, zumal die Aussicht auf eine geregelte Arbeit bestehe und der Wille zur Alkohol- und Gewalt-Therapie vorhanden sei.

Im Urteil wurde eine sechsmonatige Haftstrafe ausgesetzt zur Bewährung, festgesetzt. Zu den Auflagen gehören Therapie und die Ableistung von hundert Sozialstunden.

Quelle: RP
 
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