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Emmerich
Ehepaar Beckschaefer in Sorge um die BGE

Emmerich. Die Gründer haben einen mahnenden Brief an alle Fraktionsmitglieder geschrieben. Von Christian Hagemann

Christian und Gudrun Beckschaefer haben zusammen mit weiteren Mitstreitern vor 22 Jahren die Bürgergemeinschaft Emmerich (BGE) gegründet. Aus der aktiven Politik haben sie sich mittlerweile verabschiedet und sich vorgenommen, öffentlich keine Stellungnahme mehr in Sachen BGE abzugeben. Doch die Meinung der Beiden zählt immer noch viel. Auch wenn sie nur privat geäußert wird.

Umso beachtlicher ist der Brief des Ehepaares, den sie am Sonntag an alle Fraktionsmitglieder der BGE im Rat geschrieben haben. "Mit großem Bedauern haben wir den derzeitigen Zustand der BGE über interne Zwistigkeiten in der regionalen Presse lesen müssen", schreiben sie. "Wir haben den Eindruck, man redet übereinander und nicht mehr miteinander - und vor allen nicht mehr über Sachthemen."

Bekanntlich ist Udo Tepass als stellvertretender Vorsitzender der Fraktion zurückgetreten. Für gestern Abend war eine Sondersitzung geplant, in der es um den Ausschluss von Joachim Sigmund aus der Fraktion gehen sollte. Zudem hatte bereits André Spiertz mit seinem Rücktritt gedroht und Sandra Bongers mit einem Wechsel zur CDU geliebäugelt. Auch Fraktionschef Gerd Bartels wurde angegriffen.

"Wenn jetzt nur noch über Personalquerelen diskutiert wird und die Sacharbeit in den Hintergrund tritt, hat dies nichts mehr mit dem Geist und den Zielen der BGE und der Intention der Gründer gemeinsam", schreiben die Beckschaefers und fordern dazu auf, die öffentliche Selbstmontage zu beenden. Ziel der BGE sei es bei ihrer Gründung schließlich gewesen, eine offene, konstruktive und ideologiefreie Kommunalpolitik zu machen.

Quelle: RP
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