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Emmerich
Ein Abend mit 120 Aromen

Emmerich: Ein Abend mit 120 Aromen
Die Protagonisten: Sechs verschiedene Whiskys wurden probiert und intensiv besprochen. FOTO: Monika Hartjes
Emmerich. In der Gastronomie "Am halben Mond" stand ein Abend ganz im Zeichen des Whisky: Beim Probieren, zu dem die Niederrhein-Destille eingeladen hatte, gab es neben sechs Sorten auch ein Menü und eine Lesung zur Spirituose. Von Monika Hartjes

Whisky, auch "Uisge Beatha" - Wasser des Lebens - genannt, ist eine durch Destillation von Getreidemaische gewonnene und mindestens drei Jahre in einem Holzfass gereifte Spirituose. Dass Whisky nicht nur in Irland oder Schottland, sondern auch in unserer Region hergestellt wird, zeigt der Thorneke-Niederrhein Whisky. Die neue Abfüllung brachte die Niederrhein Destille in Dornick Anfang November auf den Markt.

Am Samstag luden Eva de Schrevel - Tochter der Destille-Inhaber Andre und Ingrid de Schrevel - zusammen mit dem Catering Service Büns in die Gastronomie "Am halben Mond" zu einem besonderen Genusserlebnis ein: ein Whisky-Tasting (englisch für Probieren).

Die Gäste: Zwei Dutzend Whisky-Liebhaber kamen zum Tasting in die Gastronomie "Am halben Mond" und lernten Wissenswertes rund um die Spirituose. FOTO: Hartjes

Der Whiskyexperte Sebastian Büssing, Mitorganisator der Messe 'Whisky'n'more', erläuterte den rund zwei Dutzend Gästen von der Geschichte über die Herstellung bis hin zur optimalen Verkostung alles Wissenswerte rund um das kostbare Lebenswasser. Und Franz und Carolin Büns servierten dazu das passende Essen mit Hirschrückenfilet auf Gratinsockel mit Schokoladensauce, Rotkohl in Filo-Teig, Tartelette mit Cranberry, glacierte Maronen, pochierte Birne und zum Nachtisch Topfen-Soufflé sowie ein Schokoladenparfait verfeinert mit Thorneke-Whisky.

Michaela Steinvoort hatte ihrem Ehemann Thomas das Whisky-Tasting geschenkt. "Ich trinke gerne mal einen guten Whisky und habe mich sehr gefreut", sagte er. Auch Martin Siemes ist Fan dieser Spirituose. "Gerade in der dunklen Jahreszeit genieße ich ihn in gemütlicher Atmosphäre." Whisky-Trinken müsse man zelebrieren, meinte Patrick Prehn. "Bei einem guten Whisky am Abend den Tag Revue passieren lassen, das ist schon sehr entspannend", sagte der Praester.

Die Veranstalter: Whisky-Experte Sebastian Büssing und Eva de Schrevel, Tochter der Destille-Inhaber. FOTO: Monika Hartjes

Ein New Make - so wird das Destillat genannt, bis es alt genug ist, um nach drei Jahren Fasslagerung Whisky heißen zu dürfen - und fünf verschiedene deutsche Whiskys wurden vorgestellt und getestet, unter anderem auch der Dornicker Thorneke, den die Gäste als unverdünnte "Cask Strength"-Version - in Fassstärke mit 61,2 Volumenprozent Alkoholgehalt und als 46-prozentige Abfüllung testen durften. Sebastian Büssing erklärte, wie man mit Whisky-Nosing und Whisky-Tasting das Getränk "erleben" kann. Es beginnt mit dem Anschauen im Glas und dem Riechen. "Wobei man immer mal wieder das Nasenloch wechseln sollte, weil man so verschiedene Aromen aufnehmen kann, beispielsweise Holz, Honig, Leder, Früchte, Salmiak oder Medizin", erläuterte der Fachmann. Dann kommt der erste Schluck, diesen sollte man zwölf Sekunden im Mund behalten. "Was schmeckt man? Süßer, fruchtiger, nussiger oder rauchiger Abgang? Es gibt rund 120 Aromen beim Whisky", so Büssing. Die Fasslagerung beeinflusse zu 70 bis 75 Prozent den Geschmack: Mal zart und süß nach den Holzfässern von Sherry und Port, mal rauchig und nach Torf wie ein schottisches Hochmoor. Jeder Teilnehmer fand durch die Auseinandersetzung mit dem "Lebenswasser" seinen Lieblingswhisky.

Untermalt wurde das Ganze durch die Krimi-Geschichten "Der Tod kam aus der Flasche" und "Das Rätsel", die die Auto rin Mara Laue aus Kleve vorlas und in denen der Whisky im Mittelpunkt stand. Auch wer kein leidenschaftlicher Whiskytrinker ist, erlebte einen unterhaltsamen Abend, an dem er viel Wissenswertes und Interessantes über das "Wasser des Lebens" erfuhr.

Quelle: RP
 
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