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Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung
Ein neuer Pfarrer und ein Großverband

Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung: Ein neuer Pfarrer und ein Großverband
Der Deichverband legte vor zehn Jahren zu und wuchs um 4100 neue Mitglieder. FOTO: Endermann /Repros van offern
Emmerich. Über was wurde vor zehn, 15 und 20 Jahren berichtet? Die RP hat einmal nachgeschlagen und ist dabei auf manch interessante Geschichte gestoßen. Von Markus Balser

Montag, 5. August, 1996: Chrom und Benzin geht immer: Egal ob Neuwagen oder Oldtimer - wenn eine größere Anzahl an Autos in die Stadt kommt, um dort ausgestellt zu werden, ist der Menschenandrang meistens groß. Das war auch schon vor 20 Jahren so, als die Rhein-Ruhr-Ralley in Rees Station machte. Mehr als 120 Fahrzeuge aus der Zeit von 1928 bis 1976 stoppten am Marktplatz und zogen über 500 Schaulustige an, die ihre Fotoapparate und Videokameras zückten.

Ältestes Vehikel des Tages war ein Ford Tudor, der damals schon 68 Jahre auf dem Buckel hatte und heute stolze 88 Jahre alt wäre. Dass hinter den meisten dieser Fahrzeuge eine unglaubliche Arbeit steckt, die die Besitzer in ihre Schätzchen investieren, wurde an Ludger Wemmer aus Vrasselt deutlich. Er war mit einem seltenen Saab 97 Sonett 3 unterwegs. An dem Fahrzeug Baujahr 1972 hatte er über 800 Stunden gearbeitet, um es zu restaurieren. Dafür waren ihm aber auch viele neugierige Blicke gewiss.

FOTO: van Offern Markus

Samstag, 4. August, 2001: Weil der 5. August vor 15 Jahren ein Sonntag war, hier ein Bericht aus der Samstagsausgabe: Der evangelische Pfarrer Norbert Stephan war im Umzugsstress. So titelte seinerzeit jedenfalls die RP, als sie den Umzug des gebürtigen Esseners nach Rees begleitete. Und der Pfarrer packte nicht nur fürs Foto bei den Umzugskisten kräftig mit an.

Der Geistliche, damals 50 Jahre alt, trat die Nachfolge von Pastor Otto Schnurr an. Und freute sich schon auf seine Gemeinde in Rees, vor der er nur einen Tag später bereits seinen ersten Gottesdienst hielt. Jugendarbeit und Ökumene waren ihm besonders wichtig - und daran hat sich bis heute nichts geändert.

FOTO: van Offern Markus

Samstag, 5. August, 2006: Richtig heftig zur Sache ging es vor zehn Jahren in Sachen Deichverband, der damals noch Rees-Löwenberg hieß. Wegen der Deichgebühren hatte sich der Schutzverband Niederrhein mit den Verantwortlichen mehr als einmal auch juristisch in den Haaren und schließlich mit Hermann Ruppert einen Mann aus den eigenen Reihen als Deichgräf durchsetzen können.

In diese Zeit fiel auch eine beträchtliche Vergrößerung des Verbandsgebietes, denn mit Isselburg, Anholt, Haldern, Spork und Liedern kamen noch weitere Orte in den Zuständigkeitsbereich des Deichverbandes - eine Vergrößerung um 66 Prozent beziehungsweise um rund 4100 neue Verbandsmitglieder.

Deichgräf Hermann Ruppert erhoffte sich von diesem Zuwachs auch einen Schritt zu mehr Gerechtigkeit bei den Deichgebühren, weil die neuen Mitglieder durch die bestehenden Deiche geschützt und die Lasten so auf mehrere Schultern verteilt werden könnten.

Tatsächlich blieben die Deichgebühren stabil. Ohne Gebietserweiterung hätten sie wohl erhöht werden müssen.

Quelle: RP
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