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Rees
Einblick in Bandbreite des Musikschaffens

Rees. Die Reeser "Tage der Musik" lockten diesmal deutlich mehr Besucher als in den Vorjahren an. Von Michael Scholten

Die Organisatoren und Künstler der Reeser "Tage der Musik" sind zufrieden: Die dritte Auflage ihres klingenden Wochenendes verzeichnete deutlich mehr Besucher als in den Vorjahren und repräsentierte die große Bandbreite und hohe Qualität des Musikschaffens in der Rheinstadt. Akzente setzte das Eröffnungskonzert der Haldern Strings und Cadets Strings in der evangelischen Kirche. Ole Hansen und seine jungen Streicher überzeugten mit einer perfekt aufeinander abgestimmten Mischung aus Barock und Romantik. Tränen flossen beim Abschied der Solistin Lena Höfkens. Die Abiturientin verlässt nach "unzähligen Jahren und ungebrochenem Engagement" (Ole Hansen) die Haldern Strings und bewies mit dem Violinkonzert g-moll von Johann Sebastian Bach noch einmal eindrucksvoll, was sie beim Musikunterricht im Lindendorf gelernt hat.

Rock und Pop dominierten dann die zweite Reeser Kneipennacht. Während im Café Marche und im Froschkönig Accu due und Winnie & Son sanfte Gitarrenklänge boten, setzten John Collins & Friends in den Rheinterrassen Tillmann auf irischen Folk. Rockige Cover-Hits der Wild Dogs und von Mothers'hip sorgten für Stimmung in den Gaststätten Zum Köpi und Yesterday, während im "Buena Ressa Music Club" die Band Clapt'schon Eric Clapton coverte. Die vielen Zuhörer pendelten bis ein Uhr mit dem Shuttle-Bus oder mit Fahrrädern zwischen den sechs Locations und machten die eher schwache Resonanz des Vorjahres vergessen.

"Ich sage immer: Man muss mit den Reesern Geduld haben", meinte Egon Schottek von den Reeser Musikfreunden, bevor er wieder zur Gitarre griff und als Frontmann der Wild Dogs seine Stimme erklingen ließ. Am Samstag beteiligten sich zehn Bands aus Nordrhein-Westfalen an einem Band-Contest im Garten des Keusgen Tonstudios in Haldern.

Um 21.30 Uhr verkündete Hausherr Klaus Dieter Keusgen schließlich die Sieger des gelungenen Open-Air-Events: Salip aus Ahaus gewann zwei Studiotage, Manana People aus Bonn bekam einen Studiotag, den dritten Platz (jeweils prämiert mit einem halben Studiotag und einer Fotosession bei der "Foto-Zicke") teilen sich die Kreis Klever Band Anjens und die avantgardistische Formation M.T. Soul, Mary Ability, & Southside Kuppi JR. Einen Sonderpreis erhielt Timo Brandt aus Hamminkeln. Die Jury um Klaus Dieter Keusgen lobte die Vielfalt der Leistungen und kündigte für 2016 an, niederländische Bands aus dem Euregio-Gebiet am Wettbewerb teilnehmen zu lassen.

Auch der Sonntag stand ganz im Zeichen der Musik: Die katholischen Kirchenchöre aus Rees und Haffen-Mehr verliehen dem Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Mariä Himmelfahrt einen besonders festlichen Rahmen. Die Rockschule Hamminkeln schickte Straßenmusiker in die gesamte Innenstadt, die Haldern Strings spielten im Rheincafé Rösen, das Jugendblasorchester der Kreismusikschule Kleve erfüllte den Marktplatz und der Spielmannszug Haldern stimmte auf der Rheinpromenade auf das große Abschlusskonzert im Reeser Bürgerhaus ein. Dabei sorgten die Haldern Strings, das Halderner Blasorchester und die Band Shiny Heads für Gänsehautstimmung beim Publikum.

Quelle: RP
 
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