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Rees
"Elfürke" für die Gäste aus der ganzen Welt

Rees: "Elfürke" für die Gäste aus der ganzen Welt
Jersey-Rinder sind auf der ganzen Welt irgendwie gleich. Der Züchter interessieren sich bei ihrer Rundreise für die Arbeitsweise ihrer Besitzer. FOTO: Lindekamp
Rees. 40 Mitglieder des Weltverbandes der Jerseyzüchter machten auf dem Hof von Heidrun und Robert Klinkhammer in Empel Station. Von Monika Hartjes

Das war ein besonderer Besuch, der sich am Mittwochmorgen auf dem Hof von Heidrun und Robert Klinkhammer ankündigte: Im Rahmen der Weltkonferenz 2015 und der dreiwöchigen Europa-Tour des WJCB (World Jersey Cattle Bureau - Weltverband der Jerseyzüchter) machten rund 40 Züchter auch in Empel Station. Sie kamen unter anderem aus Neuseeland, Australien, Kanada, Amerika, Niederlande, Dänemark, Frankreich, Italien und England - darunter einige von der Insel Jersey, wo die Rinder ursprünglich herkommen.

Im Kreis Kleve gibt es nur zwei Höfe, wo Jerseys gezüchtet werden, der von den Klinkhammers ist einer davon.

Auch Landrat Wolfgang Spreen begrüßte die Gäste. Bürgermeister Christoph Gerwers sagte: " Wir sind sehr stolz darauf, dass Sie unsere Stadt Rees besuchen." Er erzählte einiges zur Stadtgeschichte und zur Wichtigkeit der Landwirtschaft in der Region.

Anschließend stellten die Gastgeber ihren Betrieb vor. 1989 begann Robert Klinkhammer mit 20 Jerseykühen aus dem Nettetal, heute sind es 60. "Die Milchleistung der Kühe liegt deutlich über dem Durchschnitt", erklärte Alfons Heyen, der bis 2009 Kreistierschutzberater war. Das Abgangsalter der Kühe liege bei 7,1 Jahre, dann haben sie durchschnittlich 32 673 Liter Milch gegeben.

Zunächst wurde der Stall angeschaut. "Die Kühe können sich selbst aussuchen, ob sie im Stall oder auf der Weide sein möchten", sagte die Landwirtin und erläuterte den Tagesablauf: Um sechs Uhr wird in einem Doppel-Siebener-Fischgrätenmelkstand: 14 Kühe gleichzeitig! Um 7.30 Uhr gibt es Futter. Die Klinkhammers bewirtschaften rund 60 Hektar Land, eine Hälfte mit Acker, die andere mit Grünland.

Trevor Saunders und Ehefrau Anthea Day haben einen Hof mit 400 Kühen in Australien. Sie interessierten sich besonders für die Stroh-Einstreumaschine, deren Funktionsweise Robert Klinkhammer ausführlich in gutem Englisch erklärte. "So eine Maschine kenne ich noch nicht", sagte Saunders.

Auch Charl Cillié aus Südafrika schaute sich die Maschine genau an. "Das hier ist zwar nur ein kleiner Hof", sagte der Eigentümer von 1100 Jerseykühen. "Aber mich interessieren die Maschinen, Menschen und Stallanlagen. Man kann immer von anderen lernen."

Auf der Weide stellte Heidrun Klinkhammer ihre Lieblingskuh vor: Stella. "Sie hat bereits sieben Kälber geboren, ist neuneinhalb Jahre alt, sieht aber immer noch gut aus für ihr Alter und ist fit", sagte sie. Außerdem brauche sie nur selten einen Tierarzt.

Gemeinsam mit ihrem Mann beantwortete sie die Fragen der Gäste zu den einzelnen Kühen, zu Haltung und Futter und lud zu einem "Elführke" in Form von Hochprozentigem, kalten Getränken und bunten Eiern ein. Am Nachmittag besuchten die Gäste den Jerseyhof Leurs in Kerken mit 150 Kühen.

Quelle: RP
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