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Emmerich
Elten als Teil der "Olympia's Tour"

Emmerich: Elten als Teil der "Olympia's Tour"
Gestern stand der Eltenberg im Zeichen des Radsport-Events "Olympia's Tour", dem ältesten Mehrtagesrennen der Niederlande. FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Niederländische Radserie hatte gestern den Elternberg als Ziel. 23 Teams mit 130 Fahrern gingen an den Start. Von Monika Hartjes

Richtig schnell kommt der Radrennfahrer aus dem Plagweg "geschossen", gut, dass alles abgesperrt ist. Per Pfeifsignal schickt ihn der Sicherungsposten in der grellgelben Weste links den Berg hinauf, während die Begleitfahrzeuge und das Polizeimotorrad nach rechts abbiegen müssen.

Gestern stand der Eltenberg im Zeichen des Radsport-Events "Olympia's Tour", dem ältesten Mehrtagesrennen der Niederlande Dieses sechstägige Traditionsrennen findet in diesem Jahr vom 27. September bis zum 2. Oktober bereits zum 64. Mal statt.

An der Strecke feuerten die Zuschauer die jungen Fahrer natürlich an. FOTO: van Offern Markus

"Und soviel ich weiß, ist es das erste Mal, dass auf niederländischer Seite gestartet wird und das Ziel auf deutscher Seite liegt", sagte Geert-Jan Muskens, Mit-Koordinator des Events auf niederländischer Seite für Montferland.

Er lobte die gute Zusammenarbeit mit Emmerich. Zehn Leute vom THW, mehrere vom Ordnungsamt und einige Freiwillige halfen mit bei der Absicherung der Straßen. Nach dem Rennen stellte das THW die Umleitungsschilder für die Kirmes wieder ordnungsgemäß auf. Begonnen hatte die "Olympia's Tour" am Dienstag in Hardenberg mit einem Zeitfahren über 18,9 Kilometer. Am nächsten Tag ging es in Assen über eine Distanz von 141,3 Kilometer weiter. Die 15,3 Kilometer lange Strecke für das Zeitfahren am Donnerstag startete in 's-Heerenberg und endete oben auf dem Eltenberg. Insgesamt 23 Mannschaften mit über 130 Fahrern gingen an den Start - jeweils im Abstand von eineinhalb Minuten.

Das Zeitfahren begann gestern in 's-Heerenberg und endete oben auf dem Eltenberg. FOTO: van Offern Markus

"Dabei handelt es sich um die internationale Elite der U-23-Radrennfahrer", erklärte Muskens. "Viele der Nachwuchsfahrer stehen kurz vor ihrem Profivertrag, einige haben bereits den Vertrag für nächstes Jahr in der Tasche." Für den Niederländer Bos van der Kooij war es das erste Mal, dass er an diesem Radsport-Event teilnahm. "Die Strecke war sehr anstrengend, ich hatte viel Wind von der Seite", erzählte der 20-jährige Radrennsportler vom Verein "Westland wiel voruit" aus der Nähe von Den Haag. Am Straßenrand standen nur vereinzelt Zuschauer, die die Sportler anfeuerten. Unter ihnen auch Harma Timmermans aus dem niederländischen Hardenberg. "Mein Enkel Justin fährt hier mit für das Team 'Babydump' aus Hardenberg", erzählte sie. Auch dessen Freundin Annabel Meijering war dabei. "Wir werden ganz laut schreien, wenn er vorbeikommt", sagten sie.

Erfreulich sei die Akzeptanz in der Eltener Bevölkerung für dieses Radrennen, sagte Tim Terhorst, Pressesprecher der Stadt. "Wir haben die Anwohner vor drei Wochen angeschrieben, dass sie während des Events teilweise bis zu vier Stunden ihr Grundstück nicht verlassen können. Es gab nur ein paar Nachfragen, aber keine Kritik. Wir sind sehr dankbar, dass die Einschränkungen so problemlos hingenommen wurden."

Am Donnerstagnachmittag ging es für die Radrennfahrer weiter mit einem 120-Kilometer-Rennen zwischen Gendringen und Ulft, am Freitag sind 136 Kilometer in Zutphen zu bewältigen und am Samstag 145 Kilometer in Reuver.

Am letzten Tag, dem kommenden Sonntag, werden dann noch 179 Kilometer gefahren.

Quelle: RP
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