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Emmerich
Elten: Endlich König im dritten Anlauf

Emmerich: Elten: Endlich König im dritten Anlauf
König Johannes Versteegen mit Königin Hildegard und Tochter Kerstin. FOTO: Stade Klaus-Dieter
Emmerich. Johannes Versteegen setzte sich gestern bei den St.-Martinus-Schützen gegen Sven Jansen durch. Von Monika Hartjes

Kurz nach 16 Uhr begann am Montag das Vogelschießen der St. Martinus Schützenbruderschaft Elten-Grondstein. Mit Johannes Versteegen vom 35. Zug und Sven Jansen vom 26. Zug, der in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen feiert, standen zwei Königsbewerber am Schießstand, die sich einen spannenden Wettbewerb lieferten. "So um die 45 Schuss dauert es erfahrungsgemäß - dann fällt der Vogel", sagte Brudermeister Heinz Wienhoven, der das Königschießen live kommentierte.

Abwechselnd liefen die Bewerber die rund 15 Meter zwischen Pavillon und Schießstand hin- und her, wobei Sven Jansen auf Schritt und Tritt von seinem Sohn Oscar (8), ebenfalls im schicken Schützenoutfit, begleitet wurde. Nach dem 20. Schuss meinte der Junior zu seinem Vater: "Knapp vorbei ist auch daneben, das ist eben Glückssache." Beim 33. Schuss ging ein Raunen durch die Menge der Zuschauer, als der Vogel sich erheblich bewegte. Jubelnd riss Johannes Versteegen die Arme hoch, als der Vogel mit dem 37. Schuss fiel. Um 16.22 Uhr wurde der 65-jährige Rentner der 79. König der Eltener Schützen.

"Hochverdient", kamen Rufe aus dem Publikum. Mit Tränen in den Augen umarmte Ehefrau und Königin Hildegard ihren Ehemann. "Ich habe ganz laut gerufen und meinen Mann angefeuert", erzählte sie. Johannes Versteegen war glücklich: "Das war jetzt mein dritter Versuch. Endlich hat es geklappt und es fühlt sich sehr gut an." Den Kopf schoss René Pommerin (31. Zug), das Zepter Josef Jansen (7.), den Reichsapfel Oliver Haan (15.), den rechten Flügel Michael Reintjes (21.) und den linken Thorsten Verpoort (27. Zug).

Bereits am Samstag fand das Vogelschießen der Jungschützen statt. Neuer Jungschützenkönig wurde Tom Berkau. Am Abend gab es verschiedene Ehrungen. So erhielten Marius Franken (Zug 39), Erik Hülkenberg (Zug 35) und Lutz Bröder (Zug 38) für ihr Engagement den Verdienstorden der St. Martinus Schützenbruderschaft Elten. Mit dem Silbernen Verdienstkreuz wurde Andre van Bebber (Zug 13) ausgezeichnet, das Ehrenkreuz des Sports in Bronze erhielten Freddy Stokmann (Zug 11), Anton Berndsen (Zug 18) und Henk Velders (Zug 8).

Der Sonntag begann gegen 14 Uhr mit dem Empfang der Ehrengäste im Hotel Wanders und dem Antreten der Schützen auf dem Marktplatz. Nach dem Umzug durch den Ort ging es anschließend mit einem gemütlichen Zusammensein im Kolpinghaus weiter, bei dem unter anderem auch ein Preisschießen stattfand. Das Krönchen, auf dem die Ehrengäste schießen, bekam Heinz Peelen. Den Kopf schoss Roland Nieuwenhuis, das Zepter Andre Berkau, den Reichsapfel Andreas van Dillen, den rechten Flügel John Jansen und den linken Franz Trummer. Den Karl-Husemann-Pokal errang Tobias Wijnands.

"Wir blicken auf ein Jahr voller freudiger Ereignisse und Feste mit vielen netten Menschen, neugewonnenen Freundschaften und zahlreichen einzigartigen Momenten zurück", sagte der scheidende König Andre Jansen.

Quelle: RP
 
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