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Emmerich
Elten: Kräutergarten soll bald wieder schön sein

Emmerich: Elten: Kräutergarten soll bald wieder schön sein
Der Kneipp-Kräutergarten. RP-Leser Paul Buchen hat dort u.a. zugewachsene Wege und verdorrte Blumenkübel entdeckt. FOTO: M. van offern / P.Buchen (2)
Emmerich. Momentan ist der Kräutergarten im Martinus-Stift in keinem guten Zustand. Ein neues Konzept soll jetzt bald umgesetzt werden. Von Monika Hartjes

Im innerörtlichen Wettbewerb des Jahres 2014 wurde der Kneipp-Verein Elten und das St. Martinus-Stift gemeinsam mit dem Sonderpreis wegen der Anlage und Pflege des Kräutergartens am Martinus-Stift vom Verschönerungsverein ausgezeichnet. RP-Leser Paul Buchen besuchte den Garten vor einigen Tagen und war so erschrocken über den Zustand, dass er uns schrieb: "Was ich dort zu sehen bekam, war ein dermaßen desolater und verwahrloster Garten, wie er schlimmer nicht aussehen kann. Die Pflanztröge waren zum großen Teil unbepflanzt und wo Pflanzen waren, in ungepflegtem Zustand. Die dazugehörenden Hinweistafeln waren ausnahmslos vergilbt und unlesbar, die Beete ungepflegt."

Dr. Manon Loock-Braun, Chefin des infoCenters und Vorsitzende des Kneippvereins konnte die Enttäuschung Paul Buchens nachvollziehen. "Der Kräutergarten stellt in der Tat einen weiteren Baustein auf dem Weg zum Kneipp-Kurort dar und ist uns sehr wichtig", erklärte sie. Zuständig sei dafür das Martinus-Stift. Mitglieder des Kneipp-Vereins sind einmal in der Woche dort tätig und nutzen den Garten für Veranstaltungen wie Workshops.

Der Kneipp-Kräutergarten. RP-Leser Paul Buchen hat dort u.a. zugewachsene Wege und verdorrte Blumenkübel entdeckt. FOTO: M. van offern / P.Buchen (2)

Dass der Garten in den letzten Wochen nur wenig Pflege erhalten habe, liege daran, dass man eine komplette Umgestaltung vornehmen werde. "Das Konzept steht bereits, in nächster Zeit wird mit der Umsetzung begonnen", so Manon Loock-Braun, die gemeinsam mit Hans-Wilhelm Paessens und Henry Slagmeulen vom Martinus-Stift, und mit Beate Gerretschen, zertifizierte "Kräuterfrau" und Kursleiterin Heilpflanzenkunde nach Kneipp, das Konzept erarbeitete. Ein wichtiges Argument war dabei die Barrierefreiheit.

Auch Pflegedienstleiterin Christel Wochnick betonte, wie wichtig der Garten für die Einrichtung ist. "Wir sind eine zertifizierte Kneipp-Einrichtung, der Kräutergarten ist eines unserer Aushängeschilder. Unsere Senioren lieben es, darin ihre Spaziergänge zu machen." Mitarbeiter der Lebenshilfe pflegen den Garten einmal in der Woche und werden in den nächsten Tagen für die Umsetzung der neuen Pläne sorgen.

FOTO: Stade, Klaus-Dieter (kds)

Vorgesehen ist ein großes Rondell mit Wildwiese, Lavendel- und Minzfeld. Auf der einen Seite werden zehn Küchenkräuter wie Petersilie, Dill, Knoblauch, Oregano, Thymian und Pfefferminze, auf der anderen Seite zehn Heilkräuter wie Wermut, Kamille, Eibisch, Königskerze und Johanniskraut gepflanzt.

Rechts und links des Weges zum Sinnespark, der im Rahmen der Umgestaltung auch an einigen Stellen saniert werden soll, stehen jeweils zehn Pflanzkübel, die ebenfalls mit den Kräutern bestückt werden sollen. "Hier können dann auch Rollstuhlfahrer an die Kräuter gelangen und sie fühlen, riechen oder sogar schmecken", erklärt Dr. Loock-Braun. Neue Tafeln werden aufgestellt - auch mit Blindenschrift. Vorhandene Bänke werden gereinigt und wenn nötig, repariert. "Wir freuen uns, demnächst einen Kneipp-Kräutergarten in neuem Glanz präsentieren zu können und werden das dann mit einem Fest entsprechend feiern", sagte die Kneipp-Vorsitzende.

FOTO: Markus van Offern (mvo)
Quelle: RP
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