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Emmerich
Spargelgenuss von A bis Z

Muh & mehr: Spargel
Muh & mehr: Spargel FOTO: Jürgen Laaser
Emmerich. Feinschmecker sollten sich den 24. April vormerken, wenn Landwirte und Gastronomen zum mittlerweile neunten Eltener Spargeltag einladen - unter anderem mit einem Schaukochen und dem Blick hinter die Kulissen. Von Markus Balser

Wann genau zum ersten Mal in Elten Spargel gestochen wurde, darüber gehen die Meinungen auseinander. Klar ist jedoch, dass sich zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg immer mehr Landwirte rund um den Eltenberg des Spargelanbaus für den Nebenerwerb annahmen, weil sich die oft sandigen Böden des Ortes dazu hervorragend eigneten. Bis heute genießt der Eltener Spargel einen guten Ruf, auch wenn er von Anbaumenge und Vermarktung nicht mit dem aus Walbeck mithalten kann.

Um den Eltener Spargel zu feiern, gibt es seit dem Jahr 2008 den Eltener Spargeltag. Landwirte und Gastronomen wollen dabei Besuchern die regionale Spezialität näher bringen, ihnen Einblicke hinter die Kulissen des Anbaus gewähren und natürlich auch einen kulinarischen Gaumenschmaus bereiten. Feinschmecker sollten sich deshalb den 24. April vormerken. Dann nämlich steht das Spargeldorf Elten wieder ganz im Zeichen des "weißen Goldes".

Das Programm startet um 11 Uhr mit einem Spargelfachgespräch gegenüber des Hotel-Restaurants Wanders, bei dem es jede Menge interessante Infos zum Thema gibt und auch Fragen aus dem Publikum beantwortet werden. Für die musikalische Untermalung sorgt der Eltener Musikverein. Danach kann man dann Gastronomen über die Schulter schauen. Bei einem großen "Showcooking" werden Spargelgerichte verschiedener Art zubereitet, die anschließend auch probiert werden dürfen.

Wer sich hier Tipps und Kniffe der Profis abschauen will, ist an der richtigen Adresse: So will Theo Wanders Spargel mit einer richtigen Hollandaise zubereiten, das Oude Posthuis sorgt für Spargelcremesuppe und Spargelvariationen mit Käse und die Ratsstuben für Spargel mit Flammkuchen. Auch die Fleischerei Bröder ist mit von der Partie.

Und dann können Besucher auch wieder den Spargelbauern van Bebber und Gebrüder Derksen auf die Finger schauen. Jeweils um 13 Uhr und um 15 Uhr werden Führungen auf den beiden Spargelhöfen angeboten. Ernte, Verarbeitung, Verkauf - all das lässt sich hautnah miterleben. Ein kostenloser Shuttlebus bringt die Gäste vom Markt zu den Höfen.

Weil an diesem Tag auch der Genuss im Vordergrund stehen soll, gibt es von 11 bis 15 Uhr die Möglichkeit, bei Wanders, dem Posthuis und den Ratsstuben sich Spargelgerichte von der Karte zu bestellen. Theo Wanders bietet zudem ein Spargel-Kennenlern-Menu mit vier Gängen an, bei dem von der Vorspeise bis zum Dessert Spargel mit verschiedenen Zubereitungsvariationen die Hauptrolle spielt (um vorzeitige Reservierung wird gebeten).

"Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen", sagt Tourismus-Chefin Manon Loock-Braun. Und auf das müssen die Spargelbauern ohnehin immer gucken. Wie die Spargelernte dieses Jahr ausfällt, kann Heiner van Bebber noch nicht zu sagen. "Momentan ist es noch eher ein Suchen als ein Ernten", berichtet er. "Gut wäre jetzt ein Phase mit Temperaturen von um die 20 Grad", sagt sein Kollege Winfried Derksen, der betont, dass es in Elten beim Spargelanbau keinen weiteren Hilfsmittel als Folien gibt. "Die Böden künstlich zu erwärmen, kommt für uns nicht infrage." Mit der Ernte in Elten soll es nächste Woche richtig losegehen. Sowohl die Gebrüder Derksen als auch Heiner van Bebber stehen schon in den Startlöchern.

Quelle: RP
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