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Emmerich
Schaffeld führt fortan die SPD-Fraktion an

Emmerich: Andrea Schaffeld führt fortan die SPD-Fraktion an
FOTO: NN
Emmerich. Die Chefin vom TB-Haus ist die neue starke Frau der Emmericher SPD. Zwei Neue aus Elten könnten Peter Hinze Druck machen. Von Christian Hagemann

Peter Hinze wird als erster hauptamtlicher SPD-Bürgermeister der Stadt Emmerich eine loyale und erfahrene Mitstreiterin im Emmericher Rat an seiner Seite haben. Andrea Schaffeld ist die neue Fraktionsvorsitzende der Emmericher SPD. Das haben die Sozialdemokraten gestern mitgeteilt.

Zur Erklärung: Eine Fraktion bilden die Mandatsträger, die im Parlament einen Sitz haben und derselben Partei angehören. Für Emmerich bedeutet das, dass die SPD-Mitglieder, die bei der vergangenen Kommunalwahl in den Emmericher Rat gewählt worden sind, sich in der SPD-Fraktion zusammengeschlossen haben.

Andrea Schaffeld saß im Kreistag, war stellvertretende Landrätin, ist Leiterin der Berufsbildungsstätte "Theodor-Brauer-Haus" in Emmerich und engagierte sich als Vorsitzende des Seelsorgerates der Christophorus-Gemeinde.

Über politische Erfahrung verfügt sie genug, um die Nachfolge von Peter Hinze als Fraktionschef zu übernehmen. Hinze kann als Bürgermeister schließlich nicht als politischer Führer im Rat auftreten. Er muss sich allerdings angesichts der knappen Mehrheitsverhältnisse im Rat auf seine Leute verlassen können.

Das wird auch mit dem neuen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Manfred Mölder so sein. Mölder ist seit Jahren im Rat und in verschiedenen Gremien. Zudem führt er den SPD-Ortsverein an. Manfred Mölder kennt jeden. Und jeder kennt ihn.

Das trifft auch auf Elke Trüpschuch zu. Sie bleibt Beisitzerin im Fraktionsvorstand und stellvertretende Bürgermeisterin.

Neu in der Fraktionsspitze sind zwei junge Männer aus Elten. Frakionsgeschäftsführer wird Daniel Klösters. Beisitzer wird Fabian Wehren (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit).

Sie kommen vom SPD-Ortsverein Elten, der im vergangenen Jahr unter Federführung von Hans-Jörgen "Sohni" Wernicke eine Renaissance erlebte. Seither bestimmt die Eltener SPD und die unter ihrem Einfluss stehende Bürgerinitiative "Rettet den Eltenberg" einen großen Teil der politischen Auseinandersetzung. Das betrifft sowohl die Betuwe-Diskussion in Elten als auch den neuen Ortsausschuss in Elten.

Dass das für den neuen Bürgermeister zu einem Problem werden könnte, zeichnete sich bereits zwei Tage nach der gewonnenen Bürgermeisterwahl ab. Da mahnte Sohni Wernicke Peter Hinze bereits öffentlich, sich der Linie der Bürgerinitiative anzuschließen. Bisher allerdings hat die SPD keine andere Meinung in der Frage vertreten als die CDU. Gut möglich also, dass die beiden Neuen in der SPD-Fraktion auf "Eltener Positionen" dringen werden.

Zumal sich die Pressemitteilung der SPD von gestern so lesen lässt, als wären die Beiden nur deswegen nicht in noch höhere Positionen in der Fraktion gekommen, weil sie nicht Mitglieder des Rates sind. Auf jeden Fall aber, so steht in der Mitteilung, seien ihre Personalien "erste Zeichen im Hinblick auf die Kommunalwahl 2020".

Quelle: RP
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