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Emmerich
Frau (67) stirbt bei Brand in Grietherbusch

Emmerich: Frau (67) stirbt bei Brand in Grietherbusch
FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Helfer finden gestern Morgen das Opfer hinter der Haustür. Vermutlich ist eine Rauchvergiftung die Todesursache.

Beim Brand eines freistehenden Einfamilienhauses in Grietherbusch ist eine 67-jährige Bewohnerin gestorben. Gegen 7 Uhr hatten Anwohner die Rauchentwicklung in der Nachbarschaft bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die Löschzüge Bienen, Millingen und Rees rückten mit neun Fahrzeugen und 40 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus.

Laut Löschzugführer Marcel Heuberg waren zunächst mehrere vermisste Personen gemeldet worden. Nachbarn gingen davon aus, dass Angehörige der Mieterin zu Besuch waren und sich ebenfalls im brennenden Haus aufhielten. Dies war nicht der Fall.

Zwei Feuerwehrleute mit Atemschutzgerät fanden die Bewohnerin direkt hinter der Eingangstür und übergaben sie an den Rettungsdienst. Dieser konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Die Rettungskräfte hatten zuvor etwa zwei Minuten vor den Feuerwehrleuten an der verschlossenen Haustür gestanden. "Wir mussten sie mit Fußtritten und einem Kuhfuß aufbrechen", schilderte ein Rettungssanitäter.

Das Haus in Grietherbusch. FOTO: Markus van offern

Nach Angaben der Feuerwehr starb die Frau an einer Rauchvergiftung. Der Opferschutz der Polizei benachrichtigte die Angehörigen und übernahm die erste Betreuung.

Die Kriminalpolizei Kalkar hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Laut Feuerwehr lag der Brandherd im Wohnzimmer des Hauses. Die verschalte Holzbauweise des alten Gebäudes habe den Brand beschleunigt und die Löscharbeiten erschwert.

Vor Ort im Einsatz war gestern unter anderem eine Drehleiter der Feuerwehr. "Aus Sicherheitsgründen haben wir nach dem Löschen Pfannen vom Dach aufgenommen, um zu sehen, ob sich da eventuell noch Brandherde befinden", berichtete Zugführer Marcel Heuberg

Nach Abzug der Löschzüge Rees und Millingen blieben Kameraden des Löschzugs Bienen zur Brandnachschau am Einsatzort. Das Innere des Gebäudes wurde nicht nur durch die Flammen stark in Mitleidenschaft gezogen, sondern besonders durch die starke Rauchentwicklung. Vorsichtshalber wurden von der Feuerwehr auch Zwischendecken im Haus eingerissen, um weitere Brandnester ausschließen zu können. "Das Haus ist jetzt erst einmal nicht bewohnbar", so der Zugführer.

(ms/rey)
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