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Emmerich
Emmerich sieht Rot

Emmerich: Emmerich sieht Rot
Die neue Beleuchtung der Emmericher Rheinbrücke, insgesamt 60 rote LED-Strahler, kostet 71 000 Euro. Die Kosten teilen sich Emmerich und Kleve zu gleichen Teilen. FOTO: privat
Emmerich. Am 3. September wird die Rheinbrücke 50 Jahre alt. Einen Tag später wird das mit der neuen Beleuchtung gefeiert. Dabei wird auch das geplatzte Lichterglanz-Feuerwerk nachgeholt.

Als die Rheinbrücke am 3. September 1965 eingeweiht wurde, hatten die Kinder schulfrei. Darauf können die Kinder diesmal nicht hoffen, auch wenn die "Golden Gate vom Niederrhein" 50 Jahre alt wird. Auch fällt die Feier zum Goldenen Jubiläum ein paar Nummern kleiner aus als das Volksfest anno '65. Auch das unbeschreibliche Gedränge auf der Brücke wird sich nicht wiederholen, weil sie nicht gesperrt wird. Aber dafür geht am Freitag, 4. September, ein lang gehegter Wunsch der Emmericher und Klever in Erfüllung: Die Brücke erstrahlt in neuem Licht.

Zwischen 21 und 21.30 Uhr drücken die Bürgermeister Johannes Diks und Theo Brauer auf den Knopf, die Stadtgarde feuert einen Böllerschuss ab, und dann werden die mehr als 70 Meter aufragenden Pylone in rotem Licht erstrahlen.

"Aus Schweinchenrosa wird ein tiefes Rot", freut sich Bürgermeister Johannes Diks. Er sähe es auch gerne, wenn an dem Abend auf der Brücke etwa alle 50 Meter Pechfackelträger postiert werden könnten: "Das sähe optisch ganz schön aus." Matthias Wissing spielt Sax und Gitarre, aber das war's auch schon: "Es wird kein Riesenprogramm auf der Rheinpromenade geben", so Diks. Stadtfest mit 14. Musiknacht und verkaufsoffenem Sonntag steigen direkt im Anschluss am 5./6. September.

Es ist also nur ein kleiner Akt auf der Rheinpromenade/Ecke Fährstraße, aber einer mit langer Vorgeschichte. Seit der Stadtbild-Verein in Emmerich 2006 gegründet wurde, bildete die Illumination der Rheinbrücke ein Hauptanliegen. Doch die Umsetzung des Projekts gestaltete sich mühsam, aufwändig und mitunter bürokratisch, bis Straßen NRW endlich grünes Licht zur Installation gab.

Auf jeden Fall sollte die Finanzierung über Sponsoren erfolgen. Die 71 000 Euro für insgesamt 60 rote LED-Strahler teilen sich Emmerich und Kleve. "In unseren 35 500 Euro sind keine Steuergelder drin", betont Diks, auch Vorsitzender des Stadtbildvereins: "Ab dem 4. September wird das eine dauerhafte Beleuchtung." Die wird per Dämmungsschalter reguliert. Bei Einbruch der Dunkelheit schaltet sich die Beleuchtung ein. In der dunklen Jahreszeit ist die Brücke auch morgens beleuchtet, wenn viele tausend Berufspendler unterwegs sind. In einem zweiten Schritt soll später auch die Traverse unter der Fahrbahn angestrahlt werden.

Vor Inbetriebnahme der neuen Beleuchtung wird im Bereich Rheinpromenade/Fährstraße eine Stele mit Infos zur Rheinbrücke eingeweiht. In die von innen beleuchtete Stele sind die Namen der Sponsoren der neuen Beleuchtung, darunter 18 namhafte Emmericher Firmen, aber auch Einzelpersonen, mit Wasserstrahltechnik von Aquatec ausgestanzt.

Zum Abschluss fackelt Hayo Wolff von der gegenüberliegenden Rheinseite aus um 22.30 Uhr das Höhenfeuerwerk ab. Alle Genehmigungen (Wasser- und Schifffahrtsamt, Bezirksregierung, Landschaftsbehörde) liegen inzwischen vor: "Da ist final alles klar", so Diks. Entlang der gesamten Rheinpromenade wird das Himmelsspektakel musikalisch untermalt. Das Feuerwerk war bei Emmerich im Lichterglanz am 25. Juli dem Unwetter zum Opfer gefallen. nk

Quelle: RP
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