| 18.30 Uhr

Emmerich
Schwimmer stirbt bei Badeunfall in Baggersee

29-Jähriger stirbt bei Badeunfall in Emmerich
29-Jähriger stirbt bei Badeunfall in Emmerich FOTO: Privat
Emmerich. In dem Baggersee im Emmericher Ortsteil Vrasselt ist heute Nachmittag ein 29-jähriger Mann ertrunken. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften suchten Polizei, Feuerwehr und DRLG nach dem Mann, der zunächst in dem See schwamm und dann unterging. Von Markus Balser

Der 29-Jährige war mit einem 26-jährigen und einem 44-jährigen Mann zum Baggersee gekommen. Der 26-Jährige und der 29-Jährige schwammen etwa 10 Meter vom Ufer entfernt in dem Baggersee als der 29-Jährige plötzlich um Hilfe rief. Der 44-Jährige schwamm sofort zu seinen beiden Bekannten. Doch weder er noch der 26-Jährige konnten den Arm des 29-Jährigen erreichen.

Eine Rettungsstaffel des Malteser Hilfsdienstes rückte mit speziell ausgebildeten Rettungshunden aus. Nachdem einer der Hunde von einem Boot aus die Wasseroberfläche abgespürt und angeschlagen hatte, fanden die Tacher der DLRG Goch und Weeze den ertrunkenen 29-Jährigen. Nach der Bergung des jungen Mannes konnte der eingesetzte Notarzt lediglich den Tod des Mannes feststellen.

Derzeit ist davon auszugehen, dass es sich bei dem Ertrunkenen um einen 29-jährigen Serben handelt, der mit seiner Familie als Asylsuchender in Emmerich lebte. Der 29-Jährige hinterlässt seine 32-jährige Ehefrau sowie zwei 2 und 6 Jahre alte Kinder.

In dem Baggerloch am Schwarzen Weg ist Baden verboten. Dennoch zieht es bei Sommerwetter immer viele nach Vrasselt. Das Schwimmen in diesem, stellenweise 20 Meter tiefen See ist aus mehreren Gründen gefährlich: Der Boden fällt sehr steil ab, durch die Tiefe gibt es beträchtliche Temperaturunterschiede und außerdem befinden sich unter dem Wasser Stahltrossen, auf denen die Bagger zur Abgrabung geführt werden.