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Emmerich
Emmerich will bei "Regionale 2022" dabei sein

Emmerich. Stadt strebt gemeinsame Bewerbung mit Kommunen aus der Region an, um Zugang zu Landesförderungen zu bekommen.

Die Stadt Emmerich will sich mit dem Kreis Kleve, anderen Kommunen im Kreis sowie weiteren Kommunen in der Region um die "Ausrichtung" der Regionale 2022 bewerben. Wobei Ausrichtung irreführend klingt, denn es handelt sich um ein Strukturförderprogramm des Landes NRW. "Als Teil des Gebietes der Regionale 2022 würde die Stadt Emmerich vorrangigen Zugang zu den NRW-Fördertöpfen bekommen", schildert Stadtsprecher Tim Terhorst.

Bürgermeister Peter Hinze habe sich vor Ort die Auswirkungen der Regionale Westmünsterland 2016 angesehen und sei von den Ergebnissen angetan, berichtet Terhorst. Die Spannbreite der Maßnahmen reicht von Kultur über Energie bis Raumentwicklung oder Mobilität.

Welchen Nutzen hat Emmerich von einer Euregionalen noch? Auch bereits bestehende Kooperationen und Initiativen können vom bevorzugten Zugang zu den Fördertöpfen profitieren. Infrastrukturthemen sollen den Schwerpunkt der kommenden Regionale bilden, was dem Niederrhein als Logistikstandort von europäischer Bedeutung zugutekäme. Eine gemeinsame Bewerbung mit niederländischen Partnern stärkt den europäischen Gedanken, macht diesen erlebbarer - gerade in Zeiten eines sich verstärkenden Nationalismus'. Innovative Projekte zur Raum-, Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung können angestoßen und umgesetzt werden. Die Region verspricht sich von den Aktivitäten unter anderem eine Stärkung des Wirtschafts-, Wohn- und Tourismusstandortes.

Die Bewerbungskosten von etwa 50.000 Euro kommen zur Hälfte von der Euregio Rhein-Waal. Die Kofinanzierung wird durch die Stadt Duisburg, die Kreise Wesel und Kleve, die Provinz Gelderland sowie die IHK aufgebracht. Die Stadt Emmerich muss die Bewerbung selbst nicht mitfinanzieren. Bei der Ausrichtung entstehen Personal- und Sachkosten bei der Einrichtung einer Regionalagentur, die den gesamten Prozess organisiert und begleitet. Diese belaufen sich auf 500.000 bis 800.000 Euro jährlich und werden vom Land NRW zwischen 70 und 90 Prozent gefördert. So sind maximal 6500 Euro pro Kommune jährlich aufzuwenden, wahrscheinlich noch weniger. Ferner entstehen Kosten durch die einzelnen Maßnahmen in den Kommunen.

Die Städte müssen die Eigenanteile je nach Förderkulisse tragen. Hierzu sind jeweils gesonderte Ratsbeschlüsse einzuholen.

(mavi)
 
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