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Emmerich
Emmericher arbeitet und reist in Australien

Emmerich. Nico Roszykiewicz ist seit vier Monaten in Down Under. Der gelernte Bankkaufmann ist mit dem Programm "Work and Travel" unterwegs. Jobs auf Farmen sichern den Lebensunterhalt.

Orangen, Zitronen, Limetten und Kirschen pflücken, auch Blumen und Pflaumenbäume schneiden - Nico Roszykiewicz aus Emmerich hat Down Under in Australien schon auf diversen Plantagen gearbeitet. Ja, das Jahr Work and Travel war in den ersten viereinhalb Monaten für den gelernten Bankkaufmann wohl "More work than travel", wie er sagt: Es war "mehr Arbeit als Reisen".

Aber sein Gesamtfazit fällt positiv aus: "Natürlich wird man hier ständig vor neue Aufgaben und Herausforderungen gestellt, aber bisher hat alles sehr gut geklappt. Ich bin zwar alleine ins Abenteuer Australien gestartet, aber alleine ist man hier nie. Das Land ist voll von anderen Backpackern und Leuten, denen es genauso geht wie einem selber. Die Entscheidung, nach Australien zu gehen, habe ich schon jetzt nach der kurzen Zeit nie bereut, und ich freue mich auf alles, was in den nächsten Monaten noch kommen wird", schildert der Emmericher.

Die ersten Schritte in Melbourne hätten gut geklappt: Camper gekauft, Konto eröffnet, Steuernummer beantragt, Handynummer organisiert. Die Australier sind es gewohnt, dass viele Backpacker in ihr Land kommen.

Also ging's recht schnell auf Jobsuche für den Deutschen. In Melbourne war gerade keine Saison. Deshalb fuhr Roszykiewicz gleich 900 Kilometer weiter nach Sydney, um sich dort für Farmarbeiten anzubieten. Zwischen fünf und 20 australische Dollar hat er verdient. "Wobei man schon mindestens 15 Dollar verdienen sollte, um einigermaßen über die Runden zu kommen und um auch was fürs Reisen auf die Seite legen zu können." Lebensmittel sind recht teuer.

Zwischendurch standen ein paar kleinere Touren auf dem Programm: Great Ocean Road, Blue Mountains und das Outback mit Ayers Rock: "Eine sehr beeindruckende Natur mit endlosen Weiten", meint Roszykiewicz. Zusammen mit anderen Backpackern, die man leicht über Facebook finde, hat er die Touren unternommen. Jeden Tag neue Leute, jeden Tag ein neues Abenteuer. Das hat sich der Emmericher auch so erhofft.

Er gibt zu, dass es am Anfang auch Momente gab, in denen er Zweifel hatte, ein Jahr so weit weg von zuhause zu verbringen. Inzwischen hat er noch so viele Pläne, dass er kaum weiß, wie er das noch innerhalb eines Jahres schaffen soll.

Seit Oktober und noch bis nach Silvester verbrachte Roszykiewicz mit fünf anderen Backbackern in Shepparton auf einer Cherry-Farm. Jetzt will der Emmericher in den Norden, wo Tauchen, Surfen und Fallschirmspringen auf der Wunschliste stehen. Im Anschluss soll's an die Westküste nach Perth gehen, wo er das Großstadtleben in Australien auch kennenlernen möchte. Sein Appell an alle, die ähnliche Pläne haben und vielleicht noch etwas unsicher sind: "Einfach machen!"

(mavi)
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