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Emmerich
Emmericher fahren im Juli zum Weltjugendtag nach Krakau

Emmerich: Emmericher fahren im Juli zum Weltjugendtag nach Krakau
Stefan Querl (l.) und ein Team der Villa ten Hompel kam auf der Rheinpromenade zunächst mit den Betreuern und Jugendlichen ins Gespräch, bevor er im Martiniheim über das deutsch-polnische Verhältnis berichtete. FOTO: Bistum Münster
Emmerich. Wenn am 26. Juli der Weltjugendtag (WJT) beginnt, werden auch viele Jugendliche und ihre Begleiter vom Niederrhein ins polnische Krakau reisen, um dort den gemeinsamen Glauben zu feiern. Da ist es sinnvoll, das Gastgeberland vorher ein bisschen besser kennenzulernen.

Daher ist derzeit ein Team der Villa ten Hompel in ganz NRW unterwegs, um nach einer Anfrage des Bistums Münster in Kirchengemeinden über das besondere Verhältnis zwischen Polen und Deutschland zu sprechen. In Emmerich sprach das Team über die Reise vom Rhein an die Weichsel.

Die Villa ten Hompel in Münster gehörte in der Weimarer Republik dem Zementfabrikanten Rudolf ten Hompel, unter den Nationalsozialisten wurde sie zum Sitz der Ordnungspolizei. Von dort aus wurde am Schreibtisch der Krieg im besetzten Polen organisiert. Heute ist es ein sogenannter Geschichtsort, an dem die jüngere Zeitgeschichte vermittelt wird.

Stefan Querl, stellvertretender Vorsitzender der Villa ten Hompel, gehörte zum Team, das jetzt nach Emmerich gekommen war, um mit Jugendlichen und Betreuern über die Fahrt zum Weltjugendtag zu sprechen. "Wir wollen", sagte er, "auch darüber sprechen, was uns vielleicht trennt." Die Geschichte der beiden Länder habe Wunden hinterlassen, die auch heute noch aufbrechen können. Vor allen Dingen aber gehe es darum, "die Lust auf Polen zu wecken."

Bei der Vorstellungsrunde zeigte sich, wie unterschiedlich die Polen-Erfahrungen der Teilnehmer waren. Pastoralreferent Matthias Lattek etwa war schon mehrfach in dem östlichen Nachbarland und freut sich auf den neuerlichen Besuch. Auch vor dem Hintergrund, dass in Emmerich viele Polen leben, "die versuchen, ihre Kultur hier weiter zu pflegen oder sich ganz klar abzugrenzen", sagte Lattek. Das deutsch-polnische Zusammenleben sei ein spannendes Thema, betonte er.

Noch nie in Polen war hingegen Esther von Andor, sie fährt mit einer Tochter und einem Sohn zum Weltjugendtag. "Ich finde es ganz normal, mit vielen Menschen aus verschiedenen Nationen zusammen zu sein", sagte sie. Auch ihre Tochter Joanna Exposito ist gespannt darauf, die Gemeinschaft zu erleben. "Ich habe mich unabhängig vom Ziel zum Weltjugendtag angemeldet", erklärte die Jugendliche.

Schon zwei Mal war Stephanie Ess bei einem WJT dabei, Polen kennt sie von einem Schüleraustausch - auch sie freut sich darauf, die Jugendlichen vom Niederrhein bei der Fahrt zu begleiten und berichtet davon, dass sie sich sehr auf den Besuch in Krakau freut: "Da ist es einfach toll".

Quelle: RP
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