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Emmerich
Emmericher Frühling macht mobil

Emmerich: Emmericher Frühling macht mobil
Ein Stadtbummel am verkaufsoffenen Sonntag macht hungrig. Hier gibt es für die Kaffeetafel alles, was das Herz begehrt. FOTO: Marcus van Offern
Emmerich. Neue Autos, alte Trecker, gebrauchte Räder und Bewegungshilfen für Senioren locken die Menschen in die Stadt. Von Monika Hartjes

Am Morgen war es noch lausig kalt, aber pünktlich zum Beginn des "Emmericher Frühlings" mit verkaufsoffenem Sonntag und der 16. Autoshow kam die Sonne heraus und lockte viele Besucher in die Innenstadt.

Die Auswahl war groß: Autohäuser aus Emmerich, Kleve und Wesel präsentierten alles vom schlichten Kleinwagen bis zur chromglänzenden Nobelkarosse. "Als die Sonne herauskam, war natürlich unser A5 Cabriolet der Renner", sagte Matthias Nemez vom Audi-Autohaus Wesel, das zum ersten Mal in Emmerich ausstellte. Es gab Neufahrzeuge unter 8000 Euro, aber natürlich auch die Autos zum Träumen - ein toller Mercedes oder ein Audi 8, in dem man mal Probesitzen durfte. Die Händler standen Rede und Antwort und ließen auch den Blick unter die Motorhaube zu.

Auch ganz andere Fahrzeuge zogen die Besucher an: Christian Preuth, der einen Hanomag 501, Baujahr 1968, sein eigen nennt, hatte eine Oldtimer-Traktoren-Show vor seiner "Fahrradecke" am Großen Löwen organisiert. Rund 20 der alten Schätzchen waren dort ausgestellt, ab und zu ließen die Besitzer die Motoren erklingen. "Da kommt ja Dampf raus", staunte der zweieinhalbjährige Ben, der mit Opa Michael Heimann die Traktoren betrachtete.

Neben neuen Rädern gab es auch Gebrauchte, denn dort fand die Fahrradbörse statt. Vom Klapprad für 20 Euro über Kinderräder bis hin zu hochwertigen E-Bikes fanden die verschiedensten Typen für kleines Geld neue Besitzer. Die Verkäufer zahlten drei Euro. "Einen Teil des Geldes spenden wir für einen guten Zweck", sagte Horst Croonenbroek, Mitarbeiter in der Fahrradecke.

Auch Informationen über andere Fahrzeuge waren gefragt: Die Orthopädietechnik Hendricks bot Elektromobile und Rollatoren an. "Mobilität bedeutet für die älteren Leute mehr Lebensqualität", sagte Geschäftsinhaber Markus Konnik. Für junge Leute zeigte er einen Street-Stepper in Fahrradform: "Damit kann man bei schönem Wetter draußen steppen."

Die ab 12 Uhr geöffneten Geschäfte und Banken lockten mit Rabatten, Sonderposten und Gewinnspielen. Lang war die Schlange vor dem Glücksrad an der Volksbank, wo es kleine Fußbälle, Kulis, Kartenspiele und Kinderrechengeld zu gewinnen gab. Anne und Friedhelm Homann waren mit Enkelin Tamia Wallace unterwegs, die Fünfjährige versuchte ihr Glück am Glücksrad.

Am heißen Draht bei der Sparkasse zeigte sich der elfjährige Tim Otermann erfolgreich. "Er war der Einzige, der das unter 30 Sekunden schaffte", sagte Mitarbeiterin Kathrin van Beek und schenkte ihm ein Spielzeugauto. Viele genossen das schöne Wetter zum Spaziergang in der Innenstadt und an der Rheinpromenade und schleckten dabei ihr erstes Eis oder tranken gemütlich einen Kaffee in der Sonne.

Quelle: RP
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