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Emmerich
Rheinbrücke ins rote Licht gerückt

Die Rheinbrücke im roten Licht
Die Rheinbrücke im roten Licht FOTO: Dirk Schuster
Emmerich. Der Verein Stadtbild setzt sich für ein schöneres Emmerich ein. Sein aktuelles Projekt: Die neue Beleuchtung für die Golden Gate vom Niederrhein, die zum 50. Geburtstag der Rheinbrücke am 4. September erstrahlen wird. Von Monika Hartjes

Noch sieht die Rheinbrücke eher "schweinchenrosa" aus, doch das wird sich pünktlich zum 50. Geburtstag der "Golden Gate vom Niederrhein" am 4. September ändern: Dann erstrahlt sie in einem kräftigen Rot. Möglich macht das der Verein "Stadtbild", der "Verschönerungsverein für die Innenstadt mit dem Schwerpunkt "Licht", erklärte der erste Vorsitzende Johannes Diks. Und in dieser Beziehung sei bereits einiges gelaufen, so die Anstrahlung des Rathauses und der Martini-Kirche. "Aber unser besonderes Anliegen war immer die Illuminierung der Brücke", so Diks.

Zunächst galt es, die Fragen um das "Wie" zu beantworten und die finanzielle Seite zu regeln. "Vor zweieinhalb Jahren gab es eine erste Probeanstrahlung am Klever Pylon und an der Traverse", erzählte Diks. Doch der Verein suchte weiter, besuchte Projekte in anderen Städten und kam schließlich auf die LED-Technik, die mittlerweile auch finanziell interessant ist.

Der Verein Stadtbild mit der Kreuzstele aus Edelstahl, auf der die Spender der neuen Rheinbrückenbeleuchtung verewigt werden. Die Stele wird in der Nähe der Fährstraße aufgestellt. FOTO: van Offern, Markus (mvo)

"Es war eine Herausforderung, weil wir so etwas noch nie gemacht hatten", erzählte Werner Schult, der gemeinsam mit Sohn Thorsten und Ludger Hövelmann die Strahler anbrachte - insgesamt 60 Stück. An drei Seiten jedes Pylons - die Fahrbahnseite wurde ausgelassen - montierte das Trio die Strahler auf die von der vorherigen Beleuchtung vorhandenen Stahlplatten, fünf an jeder Seite. "Als die Lampen zum ersten Mal die 77 Meter hohen Pylone bis oben anstrahlten, strahlten wir mit", so Schult. Man habe lange nach den passenden Strahlern suchen müssen und sei schließlich bei der Firma Weckmer-Leuchten in Königsbrunn bei Augsburg fündig geworden.

Insgesamt 71 000 Euro hat dieses Projekt gekostet, je die Hälfte tragen Kleve und der Verein Stadtbild. "Das war nur möglich durch Sponsoren", erklärte Diks. Er lobte auch seine Vorstandskollegen für ihren Einsatz, Harald Koster und Werner Schult für die technische Umsetzung, Wolfgang Schröder für die Lösung der rechtlichen Fragen, Schatzmeister Martin Willikonsky für die Finanzierung, Dr. Manon-Loock-Braun für ihren unermüdlichen Einsatz und Ludger Hövelmann für die umfangreiche Arbeit, wenn es um die Genehmigungen ging. "Die Behörden arbeiteten hervorragend mit uns zusammen", lobte Hövelmann.

Die Spender werden auf einer Kreuzstele aus Edelstahl in der Nähe der Fährstraße verewigt. Die Namen der Spender werden mit Wasserstrahltechnik ausgeschnitten, mit einer roten Platte hinterlegt und von innen angestrahlt. "Das sieht sehr edel aus", so Diks. Er hoffe, dass sich noch weitere Privat- und Firmenspender finden, um den zweiten Schritt, die Beleuchtung der Traverse unter der Fahrbahn, verwirklichen zu können.

Die Geburtstagsfeier findet am Freitag, 4. September, statt. Gegen 20.30 Uhr stimmt Matthias Wissing auf der Rheinpromenade musikalisch ein, danach halten Bürgermeister Diks und der Klever Bürgermeister Theo Brauer kurze Ansprachen. Nach der feierlichen Enthüllung der Stele drücken beide gemeinsam auf den Buzzer für die Brückenbeleuchtung, die Stadtgarde feuert einen Böllerschuss ab. 100 bis 200 Personen mit Pechfackeln werden auf der Brücke für ein tolles Bild sorgen. "Darunter sind Feuerwehrleute und Flüchtlinge. Wir wollen auch die polnische und türkische Bevölkerung ansprechen und so auch symbolisch eine Brücke schlagen", sagte Diks. Wer gerne mitmachen möchte, kann sich im infoCenter unter 931030 melden.

Ab 22.30 Uhr wird dann das ausgefallene musikbegleitete Lichterglanz-Höhenfeuerwerk entlang der Rheinpromenade zu sehen sein.

Quelle: RP
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