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Bezirkswettkampf
Emmericher THW-Nachwuchs ist fit

Bezirkswettkampf: Emmericher THW-Nachwuchs ist fit
Die verschiedenen THW-Teams auf dem Treppchen bei der Siegerehrung. FOTO: THW
Emmerich. Gleich zwei Teams vom Technischen Hilfswerk Emmerich konnten beim Bezirkswettkampf punkten. Von Monika Hartjes

Am Samstag nahmen zwei Gruppen der THW-Jugend des Ortsverbandes Emmerich am Bezirkswettkampf der Geschäftsstellen Wesel und Mönchengladbach auf den Parkflächen am Auesee in Wesel teil. Dabei belegten sie den zweiten und den dritten Platz nur knapp hinter dem Ortsverband Bocholt. "Emmerich 1 hatte nur 26 Punkte weniger als der Sieger, der 322 von möglichen 360 Punkten erzielte. Emmerich 2 folgte mit einer Differenz von lediglich vier Punkten", war THW-Zugführer Frank te Kempel, der mit Jonas Brüggemann, Simon Schütte sowie den Jugendbetreuern Dominik Wierzbicki und Candy Boltink die jungen Leute auf den Wettbewerb vorbereitet hatte, sehr zufrieden. Der Abstand zu den folgenden Plätzen betrug mehr als 80 Punkte. Lediglich der Ortsverband Bocholt und die beiden Emmericher Gruppen konnten die Gesamtaufgabe in der vorgegebenen Zeit lösen.

Die Vorgabe für die Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren war es, in einer Stunde mehrere Aufgaben zu lösen. Natürlich war bei allen Aufgaben nicht nur die Arbeitszeit wichtig, sondern auch die Genauigkeit der Arbeiten und die Beachtung aller Unfallverhütungsvorschriften. Die meisten Aufgaben waren den jungen Leuten im Vorfeld bekannt und in den letzten Wochen ausgiebig geübt worden.

Folgende Szenerie sollten sich die Teilnehmer vorstellen: Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreicht ein Amtshilfeersuchen der örtlichen Polizei den Ortsverband. In einem unzugänglichen Waldgebiet ist ein ehemaliges Werksareal abgezäunt. In dieser Fläche ist ein Schacht vorhanden, in dem Diebesgut vermutet wird. Der Zugang ist erschwert.

Auf dem Erkundungsgang stoßen die Teilnehmer auf einen Kriechgang. Dieser ist aufgrund seiner Beschaffenheit nicht zum Geräte- und Materialtransport geeignet. Es muss eine schiefe Ebene gebaut werden. Eine "schiefe Ebene" ist im THW eine Bergemethode vorwiegend für die Personenrettung, bei der auf zusammengesetzte Leitern ein Schleifkorb (eine Alu-Wanne) mit Seilen gezogen wird.

Ein Team des THW Emmerich an einer Trage bei den Übungen im Bezirkswettbewerb. FOTO: THW

20 Minuten nach Einsatzbeginn wird dann festgestellt, dass der Sonnenuntergang naht und eine Beleuchtung benötigt wird. Aus diesem Grund sind bestimmte Bereiche der Einsatzstelle auszuleuchten - an einigen Stellen laut Wettkampfskizze mit Flutlichtstrahler auf Teleskopstativen. Die Teleskopstative sind auf zwei Längen auszufahren und mittels Sandsäcken zu sichern. Die Stromversorgung erfolgt durch ein Notstromaggregat. Mit Dreibock und Palette wird eine Schräge gebaut. Dazu fertigen die Jugendlichen ein abgestuftes Unterlegholz an. Um die Last anzuheben, soll der Kettenzug eingehängt werden.

Doch damit sind die Aufgaben noch nicht erledigt: Während die Last angehoben wird, stolpert ein Helfer und kann mit einem Fuß nicht mehr auftreten. Der Verletzte muss liegend über die schiefe Ebene transportiert und dem Schiedsrichter übergeben werden. "Dieser ,Verletzte' fehlt für den Rest der Aufgabe, so dass sich die Gruppe neu auf die weiteren Aufgaben einstellen musste", erklärt te Kempel.

Wie auch in den vergangenen Jahren gab es eine "Überraschungsaufgabe": Ein Helfer gerät beim Nachtanken des Notstromaggregates durch austretendes Benzin in Brand. Der Helfer muss mit einer Löschdecke gelöscht und versorgt werden. Auch diese Aufgabe meisterte der Emmericher THW-Nachwuchs souverän. "Wir sind stolz, als einziger Ortsverband zwei Gruppen ins Rennen geschickt zu haben, die sich beide auf einem sehr hohen Niveau befinden", freute sich te Kempel. "Herzlichen Glückwunsch an unsere ,Rivalen' aus Bocholt, zu denen wir ein tolles Verhältnis haben und denen wir beim Landeswettkampf alle Daumen drücken und zum Anfeuern kommen werden."

Quelle: RP
 
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