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Emmerich
Emmerichs Zukunft nimmt Gestalt an

Emmerich: Emmerichs Zukunft nimmt Gestalt an
Simon Arntzen von der BB Vermögens GmbH zeigt in der Kaserne auf die Reste eines Gebäudes. Jenseits der Bundesstraße entsteht ein neues Stadtquartier. Das Steintorgelände (links unten) wird ein Platz für Kirmes, Autos und Wohnmobile. Für die Innenstadt könnte demnächst ein Sondervermögen von zwölf Millionen Euro zur Verfügung stehen. FOTO: Hagemann
Emmerich. Nach langen Debatten steht der Plan. Es geht los auf dem Geistmarkt. Er wird in 2018/2019 für 2,9 Millionen Euro umgebaut.

Auf dem alten Kasernengelände entsteht ein neues Stadtquartier mit Gesundheitspark, Wohnen und Gewerbe. Auf dem Neumarkt wird - irgendwann - die neue Mitte der Emmericher Innenstadt gebaut.

Das ist das Ergebnis privater Investoren. Doch es bedarf eines theoretischen Unterbaus, sprich städtischer Planung, damit klar wird, in welcher Weise Emmerichs Handel wachsen soll. Dafür gibt es zwei Instrumente: das Einzelhandelskonzept, das vorschreibt, wo Dinge verkauft und Geschäfte gebaut werden dürfen. Und das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das darlegt, in welchem Teil der Stadt etwas architektonisch oder strukturell verbessert oder verändert werden soll.

Beide Konzepte sollen am 7. November vom Rat verabschiedet werden. Dann kann die Stadt fristgerecht zum bis 30. November erste Städtebaufördermittel beantragen. Nach letzten Abstimmungsgesprächen in Düsseldorf mit Ministerium und Bezirksregierung gab es in der Schlusskurve des ISEK noch einige Korrekturen, die Verena Heinz (Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen, Köln) im Ausschuss für Stadtentwicklung referierte.

Danach wurde die Aufwertung des Alten Marktes fallengelassen. Warum? Weil kaum noch Fläche übrigbleibt für Mobiliar und Spielgeräte, wenn man die von der Feuerwehr beanspruchten Fahr-, Bewegungs- und Aufstellungsflächen sowie die der Shisha-Bar erteilte Sondernutzungserlaubnis für eine Außengastronomie abzieht.

Abgespeckt wurde der städtebauliche Wettbewerb. Der sollte sich ursprünglich auf Geschäftsstraßen und zentrale Plätze erstrecken. Übrig blieben Wettbewerbe für die Stadteingänge Geistmarkt und Kleiner Löwe. Hintergrund: Die vor Jahren umgestalteten Geschäftsstraßen wie Nonnenplatz und Alter Markt sind noch mit einer Zweckbindung der Fördermittel belegt und in anderen Projekten aufgegangen, z.B. Schule im Quartier.

Hier könnte irgendwann die Stadt selber investieren. Bekanntlich gibt es die Idee, ein Sondervermögen von anfänglich zwölf Millionen Euro für die Wirtschaftsförderung zu bilden.

Der Geistmarkt bildet gleichsam das "Starterprojekt" zur Umsetzung des ISEK. Projektlaufzeit: 2018/2019. Das Einfallstor zur Innenstadt soll für insgesamt 2,925 Millionen Euro zum Stadtplatz umgebaut werden. Bedeutet: weniger Autos, mehr Grün und Spielgeräte, Inszenierung historischer Blick- und Wegebeziehungen.

Da der Erwerb des Steintor-Geländes, auf das Kaufland eine Option hält, noch nicht feststeht, wurde nur der City-Eingang Steintor in den Wettbewerb für den Geistmarkt einbezogen. Am Ziel, der Schaffung eines attraktiven Stadteingangs mit Flächen für Kirmes, Parkplätzen und Wohnmobilstellätzen, wird festgehalten.

Weiter ist man bei Wemmer & Janssen. An der Mennonitenstraße könnte sich ein Fachmarkt ansiedeln.

Besonders die Zukunft der Steintor-Brache wurde in der Vergangenheit von Politikern und Bürgern kontrovers diskutiert, bis heute. Für den Ersten Beigeordneten Dr. Stefan Wachs steht dabei nach den Bürgerforen fest, dass die Umgestaltung des Steintors als Platz das größte Punktekontingent eingeheimst hat.

Der Fachausschuss legte dem Rat das überarbeitete ISEK mit 13:6 Stimmen ans Herz.

(hg/nk)
 
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