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Rees
Entwässerung: "Eden" bittet Bezirksregierung um Prüfung

Rees. In einem offenen Brief bittet der Verein "Eden" die Bezirksregierung die Situation bei der Grabenentwässerung sowie der Grundwasserverhältnisse zwischen Bislich und Reeser Meer zu prüfen. Dies insbesondere auch in Bezug auf die Einflussnahme durch die Baggerseen. Das in diesem Bereich über Jahrzehnte hinweg stets gut gepflegte und zuverlässige Entwässerungssystem, fiel in weiten Teilen den großflächigen Kiesabgrabungen zum Opfer, während sich geschaffener Ersatz nicht als entsprechend leistungsfähig zeigt, so Eden.

Das aufsteigende Grundwasser, sowie anfallendes Regenwasser wurde in früheren Zeiten in diesem Entwässerungsgrabensystem gesammelt, zur Haffenschen Landwehr geführt und von dort aus durch die offene Schleuse im Deichkörper in den Rhein abgeleitet. Bei Hochwasser wurden die sich im Deich befindlichen Schleusentore geschlossen, und das heranfließende (Graben-) Wasser der Haffen'schen Landwehr über Pumpen in den Rhein geleitet.

Heutzutage wird dieses Grabenwasser in die Baggerseen geleitet. Darin sieht "Eden" zwei Gefährdungspunkte. Zum einen werden mit der Einleitung von Oberflächenwasser (Regenwasser wäscht auch Düngemittel/ Gülle bzw. Spritzmittel von den Feldern) Schadstoffe in die Kiesseen eingebracht, welche mit dem Grundwasserleiter, also dem Brunnenwasser verbunden sind.

Zum anderen hieß es seitens des Deichverbandes, dass durch das Reeser Meer eine Retentionsfläche von 5.8 Millionen Kubikmetern zur Verfügung stehen würde. Ein Kiessee ist jedoch kein geschlossenes Gefäß, sondern dieses Wasser drückt, wobei der Seepegel ja durch die Einleitung noch zusätzlich nach oben steigt, nun mit seiner "erhöhten Wassersäule" zusätzlich auch noch in den Grundwasserleiter der Umgebung, und zwar durch die grundwasserführenden Kiesfenster, die an den Abgrabungskanten des Baggersees offen liegen.

Darüber hinaus bitten die "Edener" die Bezirksregierung um eine Prüfung, ob der Grundwasserabfluss in Richtung Rhein überhaupt noch ausreichend vorhanden ist.

Bis zum heutigen Tag finde sich Mehr und Haffen ein enorm hoher Grundwasserspiegel. Durch die Inbetriebnahme der Pumpen an der Haffenschen Landwehr sei sogar dieser in früheren Zeiten gesenkt worden. Somit sei es doch sehr verwunderlich, dass sie in den letzten Wochen nicht in Betrieb genommen wurden und die Bürger der beiden Stadtteile nach wie vor Wasser aus ihren Kellern pumpen müssten.

Der komplette Brief ist unter www.eden-niederrhein.de zu finden.

Quelle: RP
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