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Rees
Erlauchte Auswahl auf Reeserward

Rees. Viele Besucher und schönes Wetter beim Weihnachtsmarkt in Reeserward, der nächstes Jahr wohl eine Pause einlegt. Von Michael Scholten

So entspannt wie gestern schlenderte Gerfried Schell nur selten über seinen "kleinen, feinen Weihnachtsmarkt" in Reeserward. "Zum ersten Mal seit Jahren haben wir gutes Wetter, da bauen die Händler und Künstler schon am Morgen ihre Stände in einer ganz anderen Atmosphäre auf", so der Organisator. Zum zehnten Mal seit 2004 hatten sich in Reeserward wieder "rechtschaffene Handwerker, erlauchte Handelsleute und allerhand Künstlervolk" auf der Hofanlage rund um die Antik-Scheune versammelt. Die vielen Besucher konnten "mit reichlich Schönem und Nützlichem für allerlei "Lebens(t)räume" nach Hause gehen.

Gleich am Eingang empfingen die Alpakas Bogota, Lima und Quito von Johannes Peters aus Haffen die Gäste. In der Budengasse gab es originelle Handwerkskunst vom Niederrhein und von den Philippinen, darunter Holz-, Silber- und Glasschmuck, aber auch buntgefärbte Schafswolle, deren Verarbeitung am Spinnrad vorgeführt wurde. Sehr gefragt waren die weihnachtlichen und zeitlosen Speisen: Der "Wunderwagen" aus Xanten bot vegane Kost wie Syros (Gyros auf Soya-Basis), marokkanischen Maghamour-Kichererbseneintopf und Lynn-Zen-Suppe. Abgerundet wurde das kulinarische Angebot durch Nils Roths mobile Kaffeebar, Silke Szepaneks Plätzchenbäckerei sowie Äpfel und Nüsse vom Vriendshof. Außerdem lockten Glühwein und heißer Winterapfel aus der roten Holzbude.

Die neuformierte Band "Die Wilderer" und mehrere Solisten präsentierten irische und keltische Folkmusik, die "Groiner Puppenkiste", bestehend aus Hobbyschauspielern der Lebenshilfe Unterer Niederrhein, feierte eine Premiere mit dem Puppentheaterstück "Peter und der Wolf". Die künstlerische Leitung lag bei Silja Böhling-Buhl, die an ihrem Stand auch Weihnachtskrippen zum Selberbasteln anbot und deren "Weihnachtsgeschichte im Puppenwagen" nicht nur von den kleinsten Besuchern umlagert war. Von der "Engelswerkstatt" mit vielen hundert Engelsfiguren zog der Besucherstrom weiter in die Dauerausstellung mit Antiquitäten aller Art, zwischen denen Kränze und Gestecke der Floristin Birgit Krusen platziert waren.

Nach dem erfolgreichen Jubiläums-Weihnachtsmarkt in Reeserward will Gerfried Schell nächstes Jahr wohl eine Runde aussetzen. Mittelfristig hält er aber an der liebgewonnenen Tradition fest. Damit Rees und Reeserward auch in der Adventszeit enger zusammenwachsen, denkt der Organisator über einen attraktiven Transfer zwischen dem verkaufsoffenen Sonntag in der City und seinem Hof nach: "Das könnte mit Kutschen, Oldtimern oder sogar mit dem Schiff über den Rhein erfolgen."

Quelle: RP
 
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