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Emmerich
Fahrrad-Kreuzweg wurde eingesegnet

Emmerich: Fahrrad-Kreuzweg wurde eingesegnet
Der Kreuzweg soll offen sein für Besucher und Gäste, sagte Weihbischof Wilfried Theising. FOTO: Van Offern
Emmerich. Der Kreuzweg, gestiftet vom verstorbenen Pfarrer Berthold Heuberg, verbindet die Orte Hüthum und Elten. Gefeiert wurde der Start mit Weihbischof Wilfried Theising, Pastor Theo van Doornick und Diakon Manfred Wiskamp. Von Monika Hartjes

Gestern wurde der vom verstorbenen Pfarrer Berthold Heuberg gestiftete Fahrrad-Kreuzweg feierlich eingesegnet. Mehr als 100 Besucher, dazu eine Abordnung der St. Martinus-Schützen Elten und der St. Georg-Schützen Hüthum mit ihrem König Marvin Hüsken, außerdem der Musikverein Elten, der den Wortgottesdienst musikalisch begleitete, trafen am Marienaltar vor dem Hause Bolwerk zusammen. Gefeiert wurde die Einsegnung mit Weihbischof Wilfried Theising, Pastor Theo van Doornick und Diakon Manfred Wiskamp. "Es ist eine außergewöhnliche Stunde für unsere Pfarrei", sagte Pfarrer van Doornick, der besonders auch die Familie des verstorbenen Pastors Heuberg begrüßte.

Elmar Bolwerk, Ortsvorsteher von Hüthum und ein naher Bekannter Heubergs, fühlte sich verpflichtet, die Kreuzweg-Idee, für die Berthold Heuberg auf seinem 50. Geburtstag und bei seinem silbernen Priesterjubiläum Geld gesammelt hatte, nach dessen Tod zu verwirklichen. "Wir hatten bereits eine Radtour geplant, auf der die Standorte festgelegt werden sollten", erzählte Bolwerk. Doch dazu kam es nicht mehr, weil der beliebte Pfarrer am 19. Juli 2010 plötzlich verstarb.

Bolwerk nahm den Heimatverein Hüthum-Borghees und den Verschönerungsverein Elten ins Boot, nachdem die Erben das Geld für den geplanten Pilger- und Fahrrad-Kreuzweg zur Verfügung gestellt hatten. Mit Hilfe von Pater Karl Heinz Fischer und Pastor Theo van Doornick wurden die Wunschstandorte festegelegt. "Wir danken der Stadt dafür, dass der Bauhof die Stelen aufgestellt hat", sagte er an die Adresse von Bürgermeister Johannes Diks, der ebenfalls zur Einsegnungsfeier kam.

Der Weihbischof segnete die erste Station - Jesus wird zum Tode verurteilt - und die 15. - Jesus ist auferstanden von den Toten - die beide in der Nähe der St. Georg-Kirche stehen, mit Wasser und Weihrauch. "Christus ist mitten im Leben der Menschen seinen Weg gegangen", sagte Weihbischof Theising. "Wir wollen erleben, was der Kreuzweg für unsere Lebenssituation bedeutet."

Er sprach über die Flüchtlinge, über Kranke und Hungernde, deren Leben ein Kreuzweg sei. Der Fahrrad-Kreuzweg sei zunächst eine Verbindung zwischen den beiden Orten Hüthum und Elten. "Aber er soll nicht auf diese Orte begrenzt werden, sondern wird auch offen sein für Besucher und Gäste. Unser Glauben überwindet Grenzen, deshalb ist es schön, dass dieser Kreuzweg grenzüberschreitend ist."

Theo van Doornick und Elmar Bolwerk luden anschließend alle Besucher zu einem Umtrunk auf Gut Falkenstein ein. "Wir hoffen, dass die Stelen ganz viel Besuch bekommen und viele Menschen sie nutzen, um mit Gott ins Gespräch zu kommen und zu bleiben. Dann wäre dieser Kreuzweg ganz im Sinne von Berthold Heuberg", sagte van Doornick.

Zum Abschluss wurde das Lieblingslied des verstorbenen Pastors gesungen: "Von guten Mächten treu und still umgeben."

Quelle: RP
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