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Emmerich
Fast nackt und wild: Pole gibt Rätsel auf

Emmerich: Fast nackt und wild: Pole gibt Rätsel auf
Am griff die Polizei den 25-Jährigen auf. RP-Foto: Markus van Offern FOTO: van-Onna-Weg
Emmerich. 25-Jähriger randalierte in Hüthum. Alkohol und Drogen ließen ihn durchdrehen. Er weiß nichts mehr. Von Christian Hagemann

Halbnackt in Hüthum - aber wie kam er da hin? Der Fall eines 25-jährigen Polen ist höchst interessant. Für die Betroffenen allerdings höchst ärgerlich.

Und das ist geschehen: In der Nacht zu Montag erhielt die Polizei um 3.10 Uhr einen Anruf, dass sich auf dem Borgheeser Weg ein Mann befinde, der lautstark randaliere. Also fuhr eine Streife hin. Auf dem Borgheeser Weg war der Mann zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Die Polizisten fanden ihn allerdings auf dem van-Onna-Weg. Die Ansprache des Mannes war - vorsichtig formuliert - nicht einfach. Der Pole war wie von Sinnen, so die Polizei, so dass die Beamten ihn erst niederringen und zu Boden bringen mussten. Danach klickten die Handschellen.

Der weitere Weg führte ins Emmericher Krankenhaus, wo der 25-Jährige ebenfalls derartig aggressiv war, dass er im Bett fixiert werden musste. Zwölf Stunden verbrachte der Mann im Spital, danach war er wieder ruhig. Lammfromm sogar, wie die Polizei mitteilte. Drogen und Alkohol waren schließlich wieder aus dem Körper heraus...

Die Polizeibeamten holten ihn danach aus dem Krankenhaus ab, um ihn zur Vernehmung durch die Kriminalpolizei zu bringen. Vorher allerdings ging es zur Kleiderkammer der Aldegundis-Kirchengemeinde. Denn der Randalierer trug zur Tatzeit lediglich eine Unterhose. Und in selbiger plus Krankenhausleibchen wollten ihn die Beamten nicht befragen.

Gegenüber der Polizei konnte der Mann nicht viel sagen. Seinen Ausweis hatte er bei seiner Festnahme verständlicherweise nicht dabei. Immerhin: Seinen Namen und eine Adresse in Polen konnte der Mann den Beamten nennen. Wie er allerdings nach Emmerich gekommen war und was ihn dazu brachte, halbnackt in der Nacht auf dem Borgheeser Weg herumzubrüllen - das alles wusste er nicht mehr.

Nur dass er sich drei Tage zuvor von Polen aus auf den Weg gemacht habe. Was danach passierte - Filmriss.

Was er vielleicht nicht mehr weiß, wissen allerdings fünf Betroffene in Hüthum. Dass er nämlich nicht nur randaliert, sondern auch Schaden an einem Pkw, an einer Garage und an Zäunen angerichtet hat. Fünf Sachbeschädigungen kann die Polizei ihm mittlerweile zuordnen. Zwischen 1500 und 2000 Euro liegt der Schaden, so die Pressestelle gestern.

Welche Drogen der Mann zu sich genommen hat, konnte die Polizei gestern nicht sagen. Nur, dass aggressives Verhalten durch Drogen keine außergewöhnliche Sache sei. Das komme immer wieder vor.

In Erinnerung ist etwa die Frau, die im Januar in Elten nackt auf dem Dach ihres Hauses saß, nachdem sie zuvor Drogen genommen und danach ihren Ehemann attackiert hatte. Zuvor war sie in der bitterkalten Nacht auch noch auf der Straße herumgelaufen.

Später ließ sie sich vom Dach auf eine Mülltonne darunter fallen und versuchte, vor der Polizei zu fliehen. Sie verbrachte eine Nacht in der Ausnüchterungszelle der Polizei, ehe sie wieder entlassen und von ihrem Ehemann abgeholt werden konnte.

Quelle: RP
 
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