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Emmerich
Flüchtlinge: Ulrich schreibt Brief an Bundeskanzlerin

Emmerich. Der erste stellvertretende Bürgermeister der Stadt Emmerich, Herbert Ulrich, hat in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel eine veränderte Flüchtlingspolitik gefordert. "Ich schreibe Ihnen diesen Brief in großer Sorge um unser Land", so Ulrich in dem Schreiben.

Ulrich ist seit mehr als 45 Jahren Mitglied der CDU, war lange Jahre Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzender. In der Emmericher CDU ist er eine anerkannte Größe.

Der "unkontrollierte" Zulauf von Flüchtlingen nach Deutschland könne so nicht weitergehen, schreibt Ulrich. "Nicht erst seit Köln sagen mir fast alle befragten CDU-Mitglieder: Warum kann Frau Merkel nicht auf eine vertretbare Position umschwenken?"

Ulrich fordert die Einrichtung von Transitzonen unmittelbar an der Grenze, wo Flüchtlinge erfasst werden und einen Asylantrag stellen können. Nordafrikanische und weitere Länder sollen zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden, so Ulrich. Flüchtlinge von dort sollten in einem verkürzten Verfahren wieder in diese Länder zurückgeschickt werden.

Junge Männer aus Afghanistan sollten nach Meinung von Ulrich ebenfalls zurückgeschickt werden, "um in ihrer Armee gegen die Taliban zu kämpfen".

Eine Kontingentlösung könnte den Zuzug ebenfalls begrenzen.

Der zügige Aufbau von Frontex und der Hotspots in Griechenland könne helfen, das Problem zu lösen. "Bis dahin müssen wir zu Zwischenlösungen kommen", schreibt Ulrich. "Andernfalls sehe ich die große Gefahr der Spaltung unserer Gesellschaft und das Umschlagen der Willkommenskultur in eine Ablehnungskultur mit Erstarken der rechten Parteien", warnt Ulrich.

(hg)
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