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Rees
Frühförderstelle kommt 2017 nach Rees

Rees: Frühförderstelle kommt 2017 nach Rees
Bild von der Eröffnung der Filiale in Kleve. Das Reeser Pendant soll ihr von Ausstattung und Größe entsprechen. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Rees. Im kommenden Jahr soll die neue Einrichtung an der Elsa-Brandström-Straße eröffnet werden. Hier können maximal 150 Kinder aus dem Kreis Kleve bis zur Einschulung Therapien erhalten, die einen Mehrfachförderbedarf haben. Von Markus Balser

In Rees wird es im kommenden Jahr ein Angebot geben, das im Kreisgebiet bislang nur in Kevelaer und Kleve vorhanden ist: eine Frühförderstelle, bei der die Behandlung mehrfach behinderter oder förderbedürftiger Kinder im Mittelpunkt steht.

Die Einrichtung behandelt Kinder ab dem Säuglingsalter bis zur Einschulung. Sobald der Kinderarzt feststellt, dass eine Mehrfachförderung nötig ist, zum Beispiel weil das Kind nicht richtig sprechen kann und motorische Störungen hat, werden die Eltern an das Frühförderzentrum verwiesen. Es arbeitet auf der Grundlage eines Förder- und Behandlungsplanes und koordiniert die Hilfe so, dass jedes Kind ganzheitlich gefördert werden kann.

Die neue Einrichtung, deren Träger der Kreis Kleve ist, wird auf einem Grundstück an der Elsa-Brandström-Straße entstehen. Geplant ist ein sukzessiver Aufbau von bis zu 150 Plätzen. "Etwa 15 Mitarbeiter werden wir dann dort haben", sagt Geschäftsführerin Doris Daniels.

Angeboten werden sechs Bereiche, die im Leistungskatalog der Krankenkassen verankert sind. Ein Team aus Heilpädagogen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychotherapeuten, Kinderärzten und Verwaltungsangestellten stellt kurze Wege sicher. So erhalten Eltern "unter einem Dach" alle notwendigen und auf einander abgestimmte Maßnahmen für ihre Kinder. Da der Gesetzgeber eine Kostenteilung zwischen dem Kreis als Sozialhilfeträger und der Krankenkasse vorsieht, entstehen den Eltern keine Kosten.

Derzeit werden im Kreis Kleve gut 550 Kinder durch die Frühförderstellen in Kevelaer und Kleve mit rund 50 Mitarbeitern betreut. Weil vor gut zwei Jahren die Finanzierung der Therapeuten in den integrativen Kindergärten durch den LVR eingestellt wurde, ist der Bedarf an Plätzen in den Frühförderstellen gestiegen. Daher auch die Pläne für den Neubau in Rees, der Eltern aus dem gesamten Kreis Kleve offen steht. "Während wir in der Vergangenheit jeweils zum neuen Kindergartenjahr etwa 70 bis 80 Kinder in integrative Kitas abgegeben haben, so verbleiben die meisten dieser Kinder nun in der Betreuung durch unsere Frühförderstelle", so Doris Daniels. Der Bedarf steigt also nicht durch höhere Kinderzahlen, sondern durch den längeren Verbleib der Kinder in der Förderung.

Damit auch die neu angemeldeten Säuglinge und Kleinkinder weiterhin aufgenommen werden können und es nicht durch den längeren Verbleib der Bestandskinder zu einem Anmelderückstau mit langen Wartezeiten kommt, werden neue Räumlichkeiten benötigt. In einem ersten Schritt wurde jetzt die Hauptstelle in Kevelaer erweitert. "Jetzt sind wir dabei, in Rees eine dritte Einrichtung zu schaffen", so Doris Daniels.

Der zentrumsnahe Neubau an der Elsa-Brandström-Straße in der Nähe zur ehemaligen Anne-Frank-Schule wird voraussichtlich in 2017 fertiggestellt und eröffnet werden. Er soll in Größe und Ausstattung der Nebenstelle in Kleve entsprechen, die vor gut vier Jahren eröffnet wurde.

Quelle: RP
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