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Emmerich
Fünf Verletzte bei Unfall in Kellen

Emmerich: Fünf Verletzte bei Unfall in Kellen
In diesem Citroën befand sich eine vierköpfige Familie aus Holland. Der Wagen kollidierte mit einem Pkw, der von einem Polen gefahren wurde. FOTO: Evers
Emmerich. Schwerer Verkehrsunfall an der Kreuzung Emmericher Straße/Wilhelmstraße. Junge (10) schwebt in Lebensgefahr. Von Marc Cattelaens

Als die ersten Rettungskräfte gestern Morgen an der Unfallstelle eintrafen, bot sich ihnen ein schlimmes Bild. Zwei Autos hatten sich im Kreuzungsbereich Emmericher Straße/Wilhelmstraße ineinander verkeilt. 30 Meter weiter in Richtung Emmerich stand ein völlig demolierter Kleinwagen, darin befanden sich mehrere schwerstverletzte Menschen. Sofort begannen Feuerwehrleute damit, die Verletzten mit schwerem Gerät aus dem roten Citroën Saxo zu befreien. Parallel dazu sperrten Polizisten den Unfallbereich weiträumig ab. Sofort bildete sich ein langer Stau auf der Emmericher Straße.

Laut Polizei hat sich Folgendes ereignet: Gegen 8.15 Uhr war eine Familie in dem roten Citroën Saxoaus den Niederlanden auf der Emmericher Straße (B 220) in Richtung Kleve unterwegs. Am Steuer saß eine Frau. In dem Fahrzeug befanden sich zwei weitere Erwachsene und ein zehnjähriger Junge. Die Personalien der Familie standen gestern noch nicht fest. An der Ampelkreuzung zur Wilhelmstraße wollte die Fahrerin nach links abbiegen, als sie mit dem Chrysler eines 35-jährigen Polen, unterwegs in Richtung Emmerich, im Kreuzungsbereich zusammen stieß.

Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass der Citroën um seine eigene Achse gedreht und etwa 30 Meter weit in Richtung Emmerich geschleuderte wurde. Auch den Chrysler warf der Zusammenstoß aus seiner Bahn, er schleuderte gegen einen Pkw, in dem eine 38-jährige Frau aus Kleve an der Ampel auf der Wilhelmstraße wartete. Das Kind wurde im Citroën eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden. Es wurde bei dem Verkehrsunfall lebensgefährlich verletzt und zunächst mit dem Rettungswagen ins Klever Krankenhaus gebracht. Von dort flog ein Rettungshubschrauber den Zehnjährigen in eine Spezialklinik. Die drei weiteren Insassen des niederländischen Autos verletzten sich schwer, schweben aber nach Angaben der Polizei nicht in Lebensgefahr. Der Chrysler-Fahrer erlitt bei dem Verkehrsunfall lediglich leichte Verletzungen.

Noch Stunden nach dem Unfall mussten zahlreiche Polizeikräfte sowie rund 30 Feuerwehrmänner den Kreuzungsbereich zu räumen und die genaue Unfallursache ermitteln. Bis 13.10 Uhr war der Bereich weiträumig gesperrt. Der Verkehr staute sich bis in die Klever Innenstadt.

Die Staatsanwaltschaft Kleve beauftragte einen Sachverständigen für ein Gutachten. Dabei wird es wohl vor allem um die Frage gehen, ob die Fahrerin des Citroëns aus den Niederlanden dem polnischen Chryslerfahrer die Vorfahrt genommen hatte oder ob dieser vielleicht mit hoher Geschwindigkeit bei Rot über die Ampel gefahren war.

Quelle: RP
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