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Gasgeräte in ganz Rees werden getauscht

Rees: Gasgeräte in ganz Rees werden getauscht
Stadtwerke-Geschäftsführer Hans Wolfgang Punessen (Mitte) entsandte die Mitarbeiter von ESK-Gatter 3 und LPR. FOTO: ms
Rees. Die Umstellung der Geräte auf effektiveres H-Gas in rund 7000 Haushalten soll im September abgeschlossen sein. Von Michael Scholten

In den Ortsteilen Haffen und Mehr haben Mitarbeiter der Firma ESK-Gatter3 jetzt mit der Umrüstung aller Gasgeräte begonnen. Sie statten den Haushalten im Auftrag der Reeser Stadtwerke einen zuvor schriftlich angekündigten Besuch ab. Laut Geschäftsführer Hans Wolfgang Punessen soll die Umstellung der Gasgeräte in circa 7000 Haushalten in ganz Rees im September abgeschlossen sein.

Zum Hintergrund: Die derzeitige Versorgung mit L-Gas (Low = niedriger Brennwert) beruht auf heimischen und vor allem niederländischen Quellen, deren Förderung bis spätestens 2030 eingestellt wird. Da der Großteil der Weltgasreserven H-Gas (High = hoher Brennwert) ist, soll die Umstellung eine langfristige Versorgungssicherheit gewährleisten. Das um 20 Prozent effektivere H-Gas produziert aber längere und heißere Flammen, als die für L-Gas gebauten Geräte zulassen. "Das ist so, als würde man einen Diesel mit Super-Benzin betanken", sagt Guido Dubilzig, Projektleiter von ESK-Gatter3. "Im Idealfall müssen wir nur eine Düse austauschen, manchmal sind aber auch größere Umrüstungen nötig", sagt Dubilzig, der für jedes Gasgerätes eine halbe Stunde kalkuliert.

Stadtwerke-Geschäftsführer Punessen bittet alle Gaskunden, die Mitarbeiter auf jedes weitere Gasgerät im Haushalt hinzuweisen: "Das kann ein Gasherd sein, ein Terrassenstrahler oder auch ein Grill, der mit Erdgas beheizt wird." Die Umrüstung wird über ein Umlageverfahren auf alle Gaskunden in Deutschland verteilt. Für die Reeser Kunden entstehen daher keine direkten Kosten. Da Rees und seine Ortsteile über drei unabhängige Gasnetze verfügen, wird es bis Sommer 2017 drei verschiedene Stichtage für die endgültige Umstellung auf H-Gas geben. Haffen, Mehr und Haldern machen den Anfang, dann folgt Rees-Stadt, zuletzt die Ortsteile Empel, Millingen und Bienen. Aus Sicherheitsgründen weisen die Stadtwerke darauf hin, dass es keine unangekündigten Besuche in den Privathaushalten geben wird. Alle Eigentümer oder Mieter werden bis zu zehn Tage vorher über ein voraussichtliches Zeitfenster von drei Stunden informiert. Individuelle Wunschtermine können auch über die Hotline 0800 6646 90 71 vereinbart werden. Zudem können sich die Mitarbeiter der Dortmunder Firma ESK-Gatter3 ausweisen, ebenso wie die Mitarbeiter der Neusser Firma LPR, die im Nachgang stichprobenartig Qualitätskontrollen in jedem zehnten Haushalt durchführt.

Quelle: RP
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