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Kommentar
Geld und ein Plan für Emmerich: Geht da was?

Emmerich. "Strategisches Planen ist Denken in Optionen." Klingt gut, steht auch so im Wirtschaftslexikon. In Emmerich liegen seit dieser Woche alle Optionen auf dem Tisch. Der Plan steht, Geld ist vorhanden - auf geht's! Ach, wenn's doch nur so einfach wäre in unserer Stadt...

Klänge es nicht so abgesdroschen und hätten die Emmericher nicht schon so viele Gutachter für ihre Stadt kommen und gehen sehen, könnte man diese Woche tatsächlich mit einem freudigen Ausblick auf die Zukunft der Stadt beenden.

Die Politik wird, das zeichnet sich ab, mehrheitlich zwei Konzepte absegnen, die vorgeben, wo und wie Emmerichs hässliche Seiten verschwinden sollen und wie der Handel gestärkt wird.

Die Ideen für eine schönere Stadt verstecken sich hinter dem sperrigen Namen "Integriertes Stadtentwicklungskonzept". Das ist seit längerer Zeit Pflicht, wenn man Fördergelder vom Land haben will. Die Sachbearbeiter in den Düsseldorfer Ministerien wollen wissen, ob die Städte einen Plan haben, bevor es Geld gibt. Wer sich keine Müht gibt, kriegt eben nichts.

Das Einzelhandelskonzept stellt nunmehr sicher, dass es für Neumarkt-Investor Josef Schoofs in unmittelbarer Nähe keine Ansiedlungen geben wird, die sein 18-Millionen-Projekt gefährden. Man kann das auch als Fortschrittsverhinderung interpretieren, aber auch als Absicherung für die künftige neue Mitte der Innenstadt.

Um aus alledem ein Paket zu schnüren, braucht es natürlich noch mehr. Und das stimmt tatsächlich positiv. Es ist die Mona GmbH, die glaubhaft machen kann, dass ihr XXL-Vorhaben in der Kaserne gelingt. Nichts weniger als ein neues Quartier für Emmerich entsteht. Und es spricht auch nichts dagegen, wenn es durch einen hochwertigen Discounter weiter aufgewertet wird. Wenn es parallel in der Innenstadt ebenfalls endlich bergauf geht, wird ein Konsumentenangebot links und rechts der künftigen "Moritz-von-Nassau-Straße" (so soll die Hauptstraße im neuen Stadtteil heißen, ebenfalls diese Woche beschlossen) nicht schaden.

Und es gibt - toi, toi, toi - bald ein Sondervermögen der Stadt in Höhe von zwölf Millionen Euro für die Wirtschaftsförderung. Sollte das Vorhaben rasch umgesetzt werden, ohne dass sich bis dahin alle Akteure heillos zerstritten haben (nach guter Emmericher Art), dann kann das eine echte Wachstumsspritze für den Handel werden.

Quelle: RP
 
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