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Emmerich
Geschichtsverein auf Spurensuche

Emmerich: Geschichtsverein auf Spurensuche
FOTO: Antoon Berendsen
Emmerich. Bei seiner jährlichen Ferien-Fahrt hat der Emmericher Geschichtsverein wieder die Katholische Akademie Stapelfeld besucht. Dabei ging es um Denkmäler. Beeindruckt kehrten die Niederrheiner von einer Visite in Hildesheim zurück.

35 Mitglieder und Gäste des Emmericher Geschichtsvereins trafen sich jetzt zum traditionellen Ferienseminar in der Katholischen Akademie Stapelfeld. In das Thema "Über Denkmale und ihre Pflege" führte Dr. Martin Feltes ein. An vielen Beispielen beschrieb Professor Dr. Imgard Hantsche in einem grundlegenden Referat die Veränderungen der Denkmale im Laufe der Geschichte.

Dr. Andreas Stürmer (Amt für Denkmalpflege im Rheinland) informierte über die gesetzlichen Grundlagen des Denkmalschutzes und ging ausführlich auf die Steinstraße ein. Für einen Blick über die Grenze sorgten Dr. Emile Smit, der die niederländische Denkmalpolitik mit der deutschen verglich, und Dr. Antoon Berentsen, der Bilder von Huis Bergh und vom DRU-Industriepark in Ulft zeigte.

Mit Helmut Reimann begab man sich auf die Spuren von Waldemar Kuhn, zu seinen Kunstwerken in Emmerich und zu einigen Stationen seines Lebensweges. Beim Vortrag von Bernhard Lensing über Denkmale als Orte der Erinnerung leisteten Irmgard Blanik und Hubert Meenen einen kurzen Beitrag. Während Hans Friedrich über denkmalgeschützte Herrensitze in Emmerich referierte, beschrieb Ina Pastor die entsprechenden Bauernhöfe.

Rotraud Kemkes stellte den Christophorus im Rheinmuseum und Henrik Wirz die Willibrordiarche in der Schatzkammer von St. Martini vor. Dr. Walter Kriegel beschrieb die Geschichte des Hauses im Park und Elisabeth Bennemann warb nicht nur für den Besuch des Probatmuseums, sondern zeigte auch Bilder aus der Geschichte der Emmericher Maschinenfabrik. In einem weiteren Beitrag stellte sie das Haus der Familie vor.

Hubert Meenen begründete den Denkmalschutz für die Bereiche Hoch- und Niederelten und zeigte Bilder von Bau- und Bodendenkmälern. Während Theo van Lier die denkmalgeschützten Häuser in Elten fachmännisch erklärte, beschrieb Pater Karl Heinz Fischer das Stanislauskolleg und Fritz Köpp "seinen" Drususbrunnen.

Unter der Moderation von Dr. Martin Feltes, der die Emmericher Kirchen vorstellte, erzählte Hans-Jürgen Warnecke, dass er im Borghorster Archiv gelesen habe, dass Berndt Meyering aus Rheine den barocken Hochaltar in der Vituskirche im Auftrag der Äbtissin Maria Sophia von Salm-Reifferscheidt 1670 geschaffen habe. Henrik Wirz ließ nach seinem Vortrag eine CD von der Hüthumer Orgel erklingen. Helge Kriegel erklärte die Fenster in der Christuskirche und schilderte, wie sie aus Litauen nach Emmerich kamen.

Ein ganz besonderes Erlebnis war die Fahrt nach Hildesheim, wo unter sachkundiger Leitung der gründlich restaurierte Dom und das neue Dommuseum besichtigt wurden. Ein lang gehegter Wunsch wurde erfüllt, indem der Gartenplaner Antonius Bösterling durch die Anlagen der Akademie führte.

Quelle: RP
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