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Isselburg
Gesucht: Klinkersteine für den alten Stadtturm

Isselburg. Alles steht und fällt mit dem Verblender: Erst wenn passende Steine gefunden werden, kann die Sanierung starten.

Rund ein halbes Jahrtausend hat der alte Stadtturm von Isselburg auf dem Buckel. Das bringt Probleme mit sich. Erst recht, wenn so ein Gebäude saniert werden muss. "Wir suchen Anbieter, die Steine im aktuellen Format und in der richtigen Farbe liefern können", sagt Jürgen van Geldern vom Bauamt. Denn diese Steine werden benötigt, um an der Seite, wo früher das alte Pfarrzentrum von St. Bartholomäus angebaut war, Ausbesserungen vorzunehmen.

Nach ersten Untersuchungen wird vermutet, dass das so genannte Klosterformat für den Wehrturm benötigt wird. In diesem Format konnte ein Anbieter aber nur rote Steine liefern. Benötigt wird aber der Farbton rot/schwarz. "Wenn wir nur ein paar wenige Steine verbauen würden, würde das nicht auffallen", erklärte van Geldern. "Aber unsere Fläche ist doch deutlich größer, daher brauchen wir jetzt einen Stein mit mehr Kohleeinschluss." Bis jetzt wurde aber noch kein passendes Produkt gefunden.

Dabei steht und fällt alles mit dem Stein. Denn die Gewerke könnten rein theoretisch loslegen. So müssen auch am Dach einige Arbeiten vorgenommen werden. Das Gerüst wird aber der Maurer aufbauen, so dass auch der Dachdecker noch nicht beginnen kann, solange nicht der richtige Stein gefunden wurde.

Das Bauamt stellte auf der Sitzung des Ausschusses für Planung, Vergabe und Wirtschaft auch noch einige weitere Planungen für das Areal vor. "Es gibt einige tolle Vorschläge des Heimatkreises zur äußeren Gestaltung" berichtete Bauamtschef Michael Carbanje.

So wurde unter anderem auch angeregt, dass es eine Art Umlauf um den Turm gibt. "Das ist aber aufgrund des Höhenunterschieds nicht möglich, da muss mindestens eine Stufe eingebaut werden", sagte Jürgen van Geldern, der anmerkte, dass die Planungen noch nicht bis ins Detail ausgearbeitet sind. Klar ist allerdings, dass sich der Bauhof um die Pflasterarbeiten kümmern wird.

Nach einer Schätzung wird mit Kosten in Höhe von 28. 000 Euro gerechnet. Laut Carbanje werden Kosten von etwa 16.000 Euro auf die Stadt zukommen. Der Rest soll durch die Kirche übernommen werden. Ein entsprechende Zusage habe es gegeben.

In diesem Punkt hakte Thomas Bertram (CDU) nach. Nach seiner Kenntnis würde die Kirche lediglich die Kosten übernehmen, die durch den Abriss des alten Pfarrheims entstanden sind. Im Haushalt stehen 25.000 Euro bereit.

(tt)
 
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