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Tiere in Rees
Giftköder - höchste Vorsicht nötig

Tiere in Rees : Giftköder - höchste Vorsicht nötig
Drs. Frans Evers, Tierarzt mit Praxis im Weseler Hanseviertel FOTO: Archiv
Emmerich. Auch in Rees sorgt für viel Gesprächsstoff, dass mehrere Hunde und Katzen an verschiedenen Stellen im Weseler Stadtgebiet – Auslaufflächen am Rhein, am Auesee, Heubergpark – durch Köder vergiftet worden sind.

Immer mehr Hundebesitzer sind äußerst besorgt. Das bestätigt der Tierarzt Drs. Frans Evers.

Haben Sie Tiere behandelt, die womöglich einen Giftköder gefressen haben?

Evers Wir hatten einen Fall, bei dem es einen Verdacht auf Gift gab. Der Hund ist dann auch gestorben. Doch gibt es keinen Nachweis, weil man das Tier pathologisch hätte untersuchen müssen. Generell aber kann ich sagen, dass man im Wartezimmer eine gewisse Verunsicherung spürt. Zumal ein Aushang am Tierheim auf gefundene Giftköder an der Bärenschleuse hinweist und zur Vorsicht mahnt. Wenn ein Hund bricht oder Durchfall hat, haben die Meisten Angst, dass es sich um eine Vergiftung handeln könnte.

Halten Sie die Reaktion der Hundebesitzer für übertrieben?

Evers Nein. Ich kann nur dazu raten, bei einem Verdacht sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Das Problem ist nämlich, dass gerade in der Anfangsphase die Behandlung sehr schnell erfolgen muss.

Sie selbst haben auch Hunde. Was machen Sie, um die Tiere zu schützen?

Evers Ich habe keine Angst, weil in Bislich noch keine Gerüchte hochgekocht sind und ich die Strecke sehr gut kenne, die ich mit den Hunden laufe. Als Tierarzt kann ich allen Hundebesitzern nur den Rat geben, stets ein wachsames Auge auf das Tier zu haben.

Was halten Sie von Maulkörben?

Evers In Gebieten, wo man befürchtet, dass es da ein Problem mit Giftködern geben könnte, wäre das eine Überbrückungsmöglichkeit. Wichtig ist, dass jeder seinen Hund im Auge behält und einen Arzt aufsucht, wenn das Tier irgendetwas am Wegesrand gefressen hat.

KLAUS NIKOLEI FÜHRTE DAS GESPRÄCH

(RP/rl/top)
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