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Emmerich
Giftköder in Hüthum?

Emmerich: Giftköder in Hüthum?
Treffpunkt „Alter Rheingolder“: Die Hundehalter in Hüthum/Borghees haben einen schlimmen Verdacht. FOTO: RPO
Emmerich. Der Schäferhund von Ilona Schwickerath ist tot. Vergiftet. Die Tiertrainerin aus Hüthum schlägt Alarm. Sie ist kein Einzelfall. Katzen sind in Hüthum verschwunden, auch ein anderer Hund soll Opfer geworden sein. Von Christian Hagemann

Der Verdacht wiegt schwer. "Vly", das zehn Monate alte Schäferhund-Weibchen von Ilona Schwickerath, ist vor wenigen Tagen elendig eingegangen. Schwickerath erzählt"Sie lag in der Küche und hatte Schmerzen. Ich bin zum Tierarzt gefahren. Der konnte nur noch feststellen, dass sie etwas Giftiges gefressen hat. Helfen konnte er nicht mehr."

Die Emmericherin vermutet, dass "Vly" das Gift im Wald rund um den "Alten Rheingolder" gefressen hat. Dort liegt regelmäßig Rattengift aus, weil die Nager dort verstärkt vorkommen. Allerdings: Die Dosierung, die einen 40 Kilo schweren Hund tötet, muss deutlich höher sein als die übliche Menge Rattengift, mit der die Tiere ansonsten bekämpft werden. "Da hat jemand einen Köder ausgelegt", ist sich Ilona Schwickerath sicher. "Vielleicht sogar mit Fleisch. Denn die Mischung aus Gift und Getreide für die Ratten würde ein Hund nicht fressen." Bestärkt wird der Verdacht durch einen weiteren Fall, von dem die Frau gehört hat. In der Nachbarschaft soll ein weiterer Hund mit Vergiftungserscheinungen zum Tierarzt gebracht worden sein. Er überlebte, weil die Hilfe rechtzeitig kam.

Dirk Hoekstra aus Hüthum hat sich nach dem Vorfall mit "Vly" an das Ordnungsamt und die Polizei gewandt. Die Behörden haben inzwischen die Hundehalter in Hüthum davor gewarnt, ihre Tiere ohne Leine im Wald laufen zu lassen. Niemand weiß, ob die Hunde nicht doch etwas fressen, was gefährlich sein könnte.

Und noch etwas macht die Hundehalter in Hüthum stutzig. Mehrere Katzenhalter vermissen ihre Tiere. So wie Benedikt Bill. Das Tier ist vor zwei Monaten verschwunden.

Der Verlust von "Vly" schmerzt Ilona Schwickerath. Für ihren Geschäftspartner in Hessen, der die Schäferhunde züchtet und sie zur Ausbildung nach Emmerich bringt, ist das sogar ein wirtschaftlicher Schaden.

Quelle: RP
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