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Rees
Glasfaser: Haffen schon bei 21 Prozent

Rees. Dass das Interesse groß ist, war nicht zu übersehen. Die Schützenhalle Haffen war voll besetzt, der Andrang beim Infoabend zum Glasfaser-Ausbau in dem Ort riesig. Da war es dann auch zu verschmerzen, dass die Verantwortlichen den Abend mit einem kleinen Patzer starteten, der für Raunen im Saal sorgte: Unter der Überschrift "Hier sind wir zuhause" waren auf der Leinwand dummerweise Kirche und Brücke aus dem Nachbarort Mehr zu sehen.

Dem Interesse freilich tat das keinen Abbruch, zumal der Vertreter der Deutschen Glasfaser deutlich machte, dass die beiden Orte Haffen und Mehr beim Ausbau mit dem Turbo-Internet Seite an Seite marschieren. Der garagengroße Übergangspunkt für das neue Netz soll zwischen die beiden Orte platziert werden. Ziel ist, in beiden Dörfern die 40 Prozent zu erreichen, die der Startschuss für den Ausbau sind. "Es wäre doch ein gutes Zeichen, wenn wir beim Infoabend in Mehr schon sagen könnten, dass Haffen die 40 Prozent bereits erreicht hat", sagte Mirko Tanjsek, Projektmanager von Deutschen Glasfaser. Die Veranstaltung in Mehr sollte gestern Abend stattfinden.

Die Voraussetzungen, die 40 Prozent zu erreichen seien gut, meinte Tanjsek. Denn bereits vor den Infoabend hatten sich 5 Prozent in Haffen und 3 Prozent in Mehr per Vertrag an die deutsche Glasfaser gebunden. In Bienen, wo aktuell 47 Prozent erreicht sind, waren es gerade einmal 2 Prozent gewesen. Nach dem Infoabend waren in Haffen bereits 21 Prozent erreicht. Einen Tag später in Mehr waren es dann 15 Prozent. Die Nachfragebündelung läuft bis zum 11. Juli.

Das Unternehmen warb eindringlich für den Ausbau. Tajsek machte deutlich, wie wichtig ein schneller Internetanschluss auf dem Land sei - ein Standortvorteil, eine Wertsteigerung für die Immobilie. So sieht es auch Bürgermeister Christoph Gerwers. "Das ist eine Chance für die Orte und das Gewerbe", sagte er.

Die vielen Fragen machten neben dem Interesse aber auch deutlich, dass in Haffen vor allem das Problem ist, dass viel Haushalte außerhalb des Bereichs liegen, in dem die Deutsche Glasfaser ausbauen will. "Wir werden mit allen sprechen und nach einer Lösung suchen", versprach Tanjsek. Er verwies auf das Beispiel Loikum, wo sich Interessenten zusammengetan und einen Bagger organisiert hätten.

(zel)
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