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Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung
"Große Zukunft" und Sorge nach Anschlag

Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung: "Große Zukunft" und Sorge nach Anschlag
Toi, toi toi fürs Reeser Meer? Der Ferienpark wurde bis heute nicht umgesetzt. FOTO: Stade/Endermann/Repros: mvo
Emmerich. Über was wurde vor zehn, 15 und 20 Jahren berichtet? Die RP hat einmal nachgeschlagen und ist dabei auf manch interessante Geschichte gestoßen. Von Markus Balser

Samstag, 29. Juni, 2006: Es gibt Themen, an die wird sich ein mancher sicher nicht so gerne zurückerinnern. Der Ferienpark "Reeser Meer" gehört bestimmt dazu. Das nicht unumstrittene Projekt an einem Kiessee, für das sich die Reeser Stadtverwaltung einst sehr ins Zeug gelegt hat, ist bis heute noch nicht umgesetzt. Vor zehn Jahren wurde eine Marktanalyse präsentiert, die dem Vorhaben allerdings glänzende Aussichten bescheinigte. Ferienhäuser, Restaurant, Sport- und Freizeitangebote - all das sei konkurrenzlos gut, hieß es damals. Die Analyse, die von den niederländischen Investoren in Auftrag gegeben wurde, hatte sogar ein potenzielles Einzugsgebiet bis nach Amsterdam ausgemacht. Theoretisch wären somit 20 Millionen Menschen als Interessenten in Frage gekommen.

Doch das war eben nur Theorie. Bekanntermaßen ist aus dem Projekt bis heute nichts geworden. Ganz zu den Akten ist es übrigens noch nicht gelegt. Theoretisch könnte es noch verwirklicht werden. Aber das ist eben auch nur Theorie.

FOTO: van Offern Markus

Montag, 30. Juli, 2001: Weil der 29. Juli vor 15 Jahren ein Sonntag war, geht es hier mit einem Bericht aus der Montagsausgabe weiter. Und da gab es Positives aus Rees zu berichten. Das neue Feuerwehrboot "Bienchen II" lief in seinen Heimathafen ein und wurde am Anleger in Grietherort von den Reeser Löschzügen freudig mit Wasserfontänen begrüßt.

Bei dem kleinen Feuerwehrboot, ausgestattet mit einem 50-PS-Motor, handelt es sich übrigens nicht um ein Lösch-, sondern ein Rettungsboot, das bis zu sechs Menschen transportieren kann. Es kam bereits häufiger bei Hochwasserlagen zum Einsatz und versorgte Menschen oder brachte sie in Sicherheit.

FOTO: van Offern Markus

Montag, 29. Juli, 1996: Dass Angst vor Terror und Anschlägen nicht nur ein Thema ist, das uns in der Gegenwart beschäftigt, zeigt in Blick in die Zeitung von vor 20 Jahren. Bei der RP standen die Telefone nicht still, nachdem sich ein Bombenanschlag bei den Olympischen Spielen in Atlanta ereignet hatte, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen und über 100 verletzt wurden. Auch zahlreiche Sportler, Funktionäre und Besucher vom Niederrhein waren damals vor Ort.

Die Handy- und Internet-Technologie war seinerzeit noch in den Kinderschuhen und für die meisten ein Fremdwort. Und so war die Sorge vieler Angehörigen um ihre Lieben auch dementsprechend groß. Nach quälenden Stunden der Ungewissheit war dann zum Glück endlich klar: Unter den Opfern waren keine Deutschen.

Die Niederrheiner, die in Atlanta waren, befanden sich zum Zeitpunkt des Anschlags nicht im Centenniel Park, der speziell für die Besucher der Spiele angelegt worden war. Dass nicht mehr passierte, war nur dem Umstand zu verdanken, dass die Rohrbombe kurz vor ihrer Detonation entdeckt worden war.

Gelegt wurde sie von einem Amerikaner, der zu einer fundamentalistischen-christlichen Terrororganisation gehörte. Da war an den IS noch nicht zu denken.

Quelle: RP
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