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Rees
Großer Andrang bei "Rees macht mit"

Rees: Großer Andrang bei "Rees macht mit"
Mit dieser großen Resonanz hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet: Zur Auftaktveranstaltung der Initiative "Rees macht mit" kamen mehr als 100 interessierte Bürger. Allerdings waren Gabi Arns vom Caritasverband und Pastoralreferent Ludger Dahmen auch gut vorbereitet. FOTO: Lindekamp
Rees. Mehr als 100 Personen wohnten der Auftaktveranstaltung der Initiative im Bürgerhaus bei. Sie will die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer für Flüchtlinge effektiver koordinieren. Suche nach Wohnraum große Herausforderung. Von Michael Scholten

Eine dermaßen große Resonanz lässt hoffen: Statt "20 bis 30 Besuchern", auf die Gabi Arns vom Caritasverband und Pastoralreferent Ludger Dahmen gehofft hatten, verfolgten im Bürgerhaus mehr als 100 Zuhörer die Auftaktveranstaltung der Initiative "Rees macht mit". Sie will die Arbeit ehrenamtlicher Helfer künftig effektiver koordinieren und damit nicht nur Flüchtlingen und Asylbewerbern in der Rheinstadt helfen, sondern auch anderen Mitbürgern, die sozial benachteiligt sind. "Sie bringen Ihre Möglichkeiten und Ihre Zeit ein, wir vermitteln Sie an jene Menschen, die Hilfe am nötigsten haben", erklärte Ludger Dahmen den Zuhörern das Prinzip der Initiative.

Gabi Arns hatte mehrere Listen vorbereitet, in die engagierte Bürger ihre Kontaktdaten, ihre Sprachkenntnisse und bestimmte Zeitfenster eintragen konnten. Möglichst schnell soll nun ein ehrenamtlicher, vielleicht auch hauptamtlicher Koordinator gefunden werden, der zwischen Hilfesuchenden und Helfern vermittelt. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Behördengänge mit Asylbewerbern, Patenschaften für ausländische Familien oder Einzelpersonen, Sprachunterricht für Ausländer, aber auch Hausaufgabenhilfe für Kinder, deren Eltern dazu nicht in der Lage sind. Ludger Dahmen empfahl pensionierten Lehrern, sich dem Kreis um die Reeserin Gisela Behrend anzuschließen, der Asylbewerbern bereits seit Jahren Deutsch beibringt.

Mehrfach wurde im Laufe des Infoabends deutlich, dass vor allem Asylbewerber, die über einen langen Zeitraum in der Unterkunft am Melatenweg und dezentral in Wohnungen im Stadtgebiet leben, Unterstützung brauchen. Anders als in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) am Groiner Kirchweg, die vom Land NRW betrieben wird und in der sich etwa 30 hauptamtliche Kräfte um die Flüchtlinge kümmern, die nach zwei bis drei Wochen auf andere Städte verteilt werden, fehlt es in der kommunalen Einrichtung am Melatenweg an vielem.

Die Suche nach günstigem Wohnraum wertete Ludger Dahmen als große Herausforderung. Reichlich vorhanden seien dagegen Räumlichkeiten der Kirche und der Stadt, die für gemeinsame Freizeitaktivitäten zur Verfügung gestellt werden können, sofern sich freiwillige Helfer finden. Auch der Caritas-Shop in der Fallstraße, dem es derzeit nicht an Spenden mangelt, sei auf Helfer angewiesen, die Kleidung sortieren oder montags und donnerstags beim Verkauf helfen. Das Angebot "Essen auf Rädern" suche ebenfalls dringend weitere Fahrer. Ludger Dahmen betonte, dass ehrenamtliche Helfer über die Caritas oder die Pfarre versichert sind und dass Auslagen auf Wunsch erstattet werden können.

Der "Runde Tisch" aus Vereinen, Kirchen, Kommune und Privatleuten, aus dem die Initiative "Rees macht mit" hervorgegangen ist, trifft sich erneut am 21. Oktober. Dann soll auch ein Termin in der ersten November-Woche beschlossen werden, an dem genauer über den Alltag in der ZUE am Groiner Kirchweg und die Unterkunft am Melatenweg informiert werden soll. Der Caritasverband informiert in einer neuen Broschüre über die Möglichkeiten, wie Kreis Klever Bürger sich für Flüchtlinge und Asylbewerber einsetzen können. Eine Übersicht findet sich auch auf der Internetseite www.caritas-geldern.de

Quelle: RP
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