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Emmerich
Grünflächen: Politiker wollen mehr Patenschaften

Emmerich. Städtische Grünflächen werden von Bürgern ehrenamtlich gepflegt. 69 solcher Patenschaften existieren zurzeit in Emmerich. Einige Mitglieder des Betriebsausschusses der Kommunalbetriebe Emmerich (KBE) wünschen sich, dass sich diese Zahl erhöht.

Doch das wird kein einfaches Unterfangen, wie Betriebsleiter Klaus Gruyters deutlich jetzt machte. "Wir haben uns mal bei anderen Kommunen umgehört, wie dort das Thema behandelt wird. In Goch wurde etwa im Internet ein Aufruf gestartet, man hat dadurch keinen einzigen Paten bekommen", sagte er in der jüngsten Versammlung.

In diesem Zusammenhang wünschte sich Alfred Weicht (BGE), dass man von Seiten der KBE aktiv auf den Bürger zugehen solle und darüber hinaus auch "eine gewisse finanzielle Entlastung etwa bei der Bio-Tonne" bieten könne. Harald Peschel (SPD) sagte, dass viele Bürger von der Übernahme einer Patenschaft keine Kenntnis hätten. Peter Berndsen (CDU) wollte wissen, wie die aktuell gängige Vorgehensweise ist. Es handele sich um Einzelfallregelungen, so Grütters. Der Pate bekommt einen Ausweis, um den Grünschnitt, den er in zur Verfügung gestellten schwarzen Säcken sammeln kann, kostenlos am Bauhof abzugeben. Einstimmig wurde der Antrag angenommen, dass eine Kosten-Nutzen-Rechnung vorgenommen wird, in wieweit Patenschaften sich für die städtischen Finanzen auszahlen.

Weicht wollte zudem wissen, welche Kompetenzen der neue Innenstadthausmeister besitze. Er wünscht sich, dass dieser Grundstückseigentümer ansprechen darf, um sie auf Versäumnisse bei der Pflege der Gehwege und Hausfassaden aufmerksam zu machen. Auch hier konnte Gruyters auf die aktuell gängige Praxis hinweisen, dass nach Meldung der Defizite der Eigentümer angeschrieben wird und er dann eine Frist erhält, bis er das durchs Pflaster sprießende Grün zu entfernen hat. Sollte nichts passieren, gibt's eine Ordnungsverfügung. Dieser Prozess kann sich bis zu vier Wochen hinziehen.

(tt)
 
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